Moin Freunde des gärtnerischen Tauchsports,
ein Tag neigt sich dem Ende, der mit dreissig Grad hier in Kiel, als wahrlicher Hochsommertag zu bezeichnen ist, und an dem wir uns von der mit betonierten und bewerten Seitenwänden versehenen Grundplatte bis zum unbefüllten Stahlwandovalbecken vorgearbeitet haben.
Mir brennen die Stirn und die Schultern vor Sonnenbrand. Zumal das Becken nicht unbeabsichtigt in gleißender Sonne steht und es ist schon übermenschlich zu nennen ist, in so einer windlosen Grube bei vierzig Grad zu werkeln, hätte man nicht den guten alten Quick up pool im Saft und könnte man sich da nicht alle zehn Minuten mal hineinwerfen. Doch nevertheless....
Ich wollte von ungelesenen Problemen berichten:
Wer sich erinnert, wir bauen 3,50x6,23x1,50!
1.Niemand hatte uns gesagt wie schwer der Stahlmantel in aufgerolltem Zustand zu wuppen ist. Mit vier Männern ist das immer noch sehr bandscheibenbelastend.
2. Schwierigkeiten beim Verbinden des vollendeten Stahlmantelovals mittels einer Aluschiene, ließen sich nur mit massiven Schlägen eines großen Gummihammers und gleichzeitigem Rütteln an der Gesamtkonstruktion bewältigen. Oben passte es, aber nach unten hin wurde es immer schwerer, da der Abstand größer war. Schließlich ginges aber doch.
3. Der obere Handlauf war irgendwie zu lang. Die Messung der Geraden (Oval besteht aus zwei Kreisen, verbunden mit zwei Geraden), oben und unten (Bodenschiene zu Handlauf) ergab den entscheidenden Unterschied. Man hatte im Werk gepfuscht und das gestand man mir auch bei Anruf ein. Also, einfach Handlauf auf das Maß der Bodenschiene kürzen.
4. Die mit Sicherheit leidige Frage, wie ist eigentlich der genaue Anschlußaufbau von Skimmer oder Scheinwerfer. Ich hab hier lange nochmal nachgelesen. Aber so ganz verstand ich dann doch nicht. Die Anleitungen in den jeweiligen Produktbeschreibungen sind wenig hilfreich. Es mangelte sogar an Anzeichenschablonen und das bei Markengeräten. Die hab ich dann selbst hergestellt. Doch so eine schöne Lippendichtung, wie bei Antonius Rundbauskimmer, war nicht dabei und wäre doch so überaus praktisch, wenn man an die Rostfraßbilder von einem anderem Forumsteilnehmer denkt. Und wenn man schließlich an eine gerundete Stahlwand etwas anflanscht, gibt es sowieso gewisse Verzerrung. Ergo: Eine richtig abgedichtete Stahlwand hinzubekommen ist nicht so einfach.
Aber zum Aufbau: Das Bauteil, dass von aussen angesetzt wird, wird mit einer Dichtung versehen und von innen mit "provisorischen" Schrauben (Rundkopf die im Gegenrahmen verschwindet), befestigt. Auf die Stahlwand innen, wird anhand der bisher gesetzten Schrauben, eine selbstklebende Dichtung gesetzt. Nun wird die Innenhülle eingesetzt (d.h.die Innenhülle sitzt auf der aufgeklebten Dichtung auf!) und bis zu dem jeweiligen Bauteil mit Wasser gefüllt. Erst dann setzt man wohl den inneren Schraubrahmen auf und verschraubt vollständig. Und nun wird die Folie ausgeschnitten.- Ich merke, wie schwer und missverständlich das zu erklären ist. Wie gesagt, die Bauanleitung gibt gar nix her. Antonius erklärt es zwar, aber vielleicht ist es heute zu heiss.
5. Und als dann noch die im leeren Becken stehende Leiter umfiel, waren vier schöne kleine, stecknadelkopfgroße Löcher in dem 0,8 mm starken Beckenboden zu betrauern. Jeweils von Leiterschrauben. Ich hab sie mit einem Präparat einer Firma, deren Namen eine Nachteule mit drei Buchstaben bezeichnet, geklebt. Die Einhängefolie war mit materialgleichen Streifen eingebunden und mittels o.g. Weich PVC Klebers, war das Ding wieder dicht.
- Nun wird es langsam dunkel, ich spring noch mal in den alten Pool und werde ein Glas eiskalten Weiswein trinken.
Hoffe etwas zu jeweiliger Ratlosigkeit beigetragen zu haben.
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