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Andy

Sauna selber bauen

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von am 14.10.2017 um 16:08 (156 Hits)
Sauna selber bauen

Die eigene Sauna mit den eigenen Händen schaffen Saunieren ist Gesund. Das wussten schon die Finnen. Der regelmäßige Saunagang stärkt das Immunsystem, macht Spaß und entspannt. Die eigenen Sauna steht daher bei vielen Deutschen als großer Traum auf der Wunschliste. In Deutschland gibt es mehr als eine Million Heimsauna-Besitzer - mit steigender Tendenz. Doch muss man sich zwangsläufig eine fertige Sauna oder einen Bausatz von einem Saunahersteller kaufen? Nein. Wir erklären, was beim eigenständigen Saunabau beachtet werden muss.
Für Ungeduldige und handwerklich weniger Begabte lohnt sich der Kauf einer fertigen Sauna. Diese gibt es in verschiedenen, festgelegten Größen als Elementsauna oder noch besser als Massivholzsauna. Das massive Holz der Sauna hat den großen Vorteil, das es die Hitze vom Saunaofen speichert und als Strahlungswärme wieder abgibt. Das ist bei der Elementbauweise nicht der Fall, denn bei dieser Bauweise bestehen nur die Oberflächen der Wände aus Holz während Dämmung und Dampfsperre im Inneren aus anderen Materialien gemacht sind. Auch große Fensterfronten, die bei Design-Saunas mittlerweile üblich ist, nehmen einiges von diesem positiven Effekt der Strahlungswärme. Der geschicktere Heimwerker baut seine Sauna selbest auf, z. B. als Bausatz.
Aber es geht auch anders. Wer viel handwerkliches Geschick mitbringt wird sehr viel Freude damit haben, seine Sauna selber zu bauen. Verständnis für den Werkstoff Holz und Geduld sollte selbstverständlich sein. Die Vorteile einer komplett selbst geplanten und gebauten Sauna:
1. Unabhängigkeit von den angebotenen Abmessungen fertiger Saunas
2. Holz und Design bestimmt der künftige Saunabesitzer
3. Spannendes Heimwerkerprojekt und Stolz auf das Ergebnis
Es gibt für die eigens gebaute Sauna keine Standardanleitung. Vieles liegt in der eigenen Planung, dem Verständnis für Holz, Be- und Entlüftung (Schimmelbildung) und viele weitere Besonderheiten auf die wir hier eingehen werden.
Standort der Sauna finden

Ob im Keller, in einem ungenutzten Raum, im Badezimmer oder im Garten, der Standort muss trocken sein und es muss ein Starkstromanschluß vorhanden sein. Ideal wäre auch ein Wasseranschluss für die kalte Dusche mit einem Schwalleimer oder einer Schwalldusche, ein WC und eine Ruhezone. Ebenso wichtig ist eine gute Belüftung. Ist kein Fenster vorhanden, dann muss für Zu- und Abluft ein Durchbruch nach außen eingeplant werden. Machen Sie sich Pläne wie der Wellnessbereich rund um die Sauna aussehen soll. Einen guten, detaillierten Plan müssen Sie nur noch Abarbeiten ohne sich im Nachgang immer wieder Gedanken machen zu müssen.
In vielen Fällen wird die Sauna in den ausgebauten Keller gebaut. Hier gilt zu berücksichtigen das die Raumhöhe mindestens 2,20 m betragen muss um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. Im Schnitt misst eine Sauna 2 m x 2 m, das entspricht 4 m² Grundfläche. Auch die sollten Sie bei der Standortwahl berücksichtigen. Der Boden, auf dem die Sauna künftig steht, sollte im Idealfall rutschhemmend gefliest sein. Das erleichtert später die Reinigung der Sauna ungemein. Wer ein großes Badezimmer sein eigen nennt, der sollte seine Sauna im Zuge einer Badrenovierung am besten dort mit einplanen. Am besten mit Ruhezone. Natürlich hat es auch einen gewissen Charme eine Sauna im Garten zu haben. Am besten in einem ungenutzten Gartenhaus. Berücksichtigen Sie dann auch Sichtschutz. Wer möchte schon gerne beobachtet werden.
Planung des Projektes "Sauna selber bauen"

Wer will schon planlos zwischen Holzhändler, Baumarkt und Internet hin und her pendeln. Eine vernünftige Planung spart eine Menge Zeit und Nerven. Es reichen im Prinzip Millimeterpapier, Lineal und ein Druckbleistift schon aus. Wer will und sich auskennt kann auch ein Grafikprogramm am Computer dazu nehmen. Im Internet finden sich auch viele gute Raumplaner-Apps, die für den Spezialfall Sauna allerdings nicht immer gut geeignet sind.
Was wird benötigt?

Für den Saunabau in eigener Regie sollte auf das verwendete Holz besonders viel Aufmerksamkeit gelegt werden. Nicht jedes Holz ist für die Sauna geeignet. Es ist hohen Temperaturen und Feuchtigkeit ausgesetzt. Der gut sortierte Holzfachhandel bevorratet spezielles Saunaholz. Es handelt sich dabei um Paneele mit extra tiefer Nut und Feder-Verbindung. Die Holzsorte hängt vom eigenen Geschmack ab. Auf Qualität sollte hier viel Wert gelegt werden. Die langsam wachsende Polarfichte ist die erste Wahl. Beliebt sind auch Zedernholz, Hemlock, Espe oder Erle. Für die Saunabänke kann Abachi oder Espe verwendet werden.
Saunatüren werden fertig angeboten. Eine Saunaganzglastür sorgt für Helligkeit und mehr Raumgefühl. Saunatüre aus Holz mit Sichtfenster sehen gut aus und sind etwas preiswerter.



Auch Saunabänke werden als fertiges Zubehör oder auch als Sonderanfertigung angeboten. Der geschickte Handwerker kann diese selbst anfertigen. Hier ist Abachi oder Espe zu empfehlen. Diese beiden Hölzer nehmen so gut wie keine Wärme auf und sind splitterfrei, sofern sie vernünftig verarbeitet wurden.
Weitere Saunaelemente, dei denen sich der Eigenbau kaum lohnt:

Kleinteile wie Lüftungsschieber, Zuluftgitter und Co.

Zwischenbankverkleidungen (Länge nach Maß):



Fußmatten und Fußroste für die Sauna:


Der Saunabau

Es gibt zwei Möglichkeiten, um die Wunschsauna am ausgesuchten Standort zu bauen. Entweder werden die Saunawände so gebaut, dass die Sauna frei im Raum stehen kann, oder die Raumwände werden mit einbezogen.
Unter Einbezug der Raumwände (Sauna in der Ecke)



Hier sollte unbedingt auf eine ordentliche Hinterlüftung geachtet werden. Zuerst wird mit Dachlatten eine Lattung auf das bestehende Mauerwerk angebracht. Diese kann 25 mm bis 30 mm stark sein. Wichtig sind die Abstände zwischen den Latten, damit die Luft hinterher zirkulieren kann. Im Anschluss wird eine ca. 3 mm starke Hartfaserplatte auf die Lattung angebracht. Auf die Hartfaser kommen die Rahmenhölzer mit ca. 50 mm x 50 mm stärke. Die Zwischenräume der Rahmenhölzer werden mit Isolierung (meist Mineralwolle) aufgefüllt. Als Dampfsperre dient Aluminiumfolie die für den Saunabau geeignet ist. Mit einem temperaturbeständigen Alu Klebeband wird die Folie fixiert. Erst jetzt werden die Holzpaneele aufgebracht.
Freistehende Sauna

Steht die Sauna frei, kann die nicht sichtbare Seite mit Spanplatten verkleidet werden. Wer das nicht mag nimmt dieselben Holzpaneele wie auf den Sichtseiten. Bei der Saunadecke wird ebenso verfahren.
Für eine gute Zu- und Abluft innerhalb der Sauna gibt es die passenden Gitter bzw. Zuluft-Schieber. Unterhalb des Saunaofens muss eine Öffnung für die Zuluft geschaffen werden. Von außen kann aus optischen Gründen ein Zuluftgitter angeschraubt werden. Auf der gegenüberliegenden Seite in ca. 30 cm Höhe (vom Boden gemessen) wird eine weitere Öffnung geschaffen für den Abluftschieber. So ist für eine gute Zirkulation ohne Hitzestau gesorgt.

Welcher Saunaofen ist der richtige Saunaofen?

Der Saunaofen ist das Herz der Sauna. Er sorgt für das Klima und sollte nicht nur einfach die Luft erhitzen, sondern Strahlungswärme erzeugen. Im Idealfall ist er nicht hinter der Bank versteckt oder hinter Verkleidungen, weil sich die Strahlungswärme sonst nicht gleichmäßig im Raum verteilen kann.
Elektrischer Saunaofen



Hier befindet sich im Saunaofen ein bzw. mehrere Heizstäbe, welche die Hitze direkt auf die Saunasteine übertragen. Die Saunasteine speichern die Hitze und geben diese als Strahlungswärme wieder ab. Je größer der Steinkorb umso bessere Strahlungswärme gibt der Saunaofen ab. Der elektrische Saunaofen benötigt einen 400 Volt Anschluss. Er muss zwingend von einem Elektriker angeschlossen werden. Es gibt die Saunaöfen entweder mit einer integrierten Steuerung (befindet sich in der Regel seitlich unten am Saunaofen) oder mit einer externen Saunasteuerung. Diese kann dann außen, meist neben der Saunatüre, angebracht werden und von dort bequem bedient werden.
Bio Kombi Saunaofen



Diese Art der Saunaöfen haben einen zusätzlichen Wassertank. Hierin befindet sich ein weiteres Heizelement, das auf Wunsch dazu geschaltet wird. Je nach Einstellung wird Wasserdampf in die Saunakabine abgelassen. Durch die deutliche niedrigere Saunatemperatur und der höheren Luftfeuchtigkeit wird diese Art des Saunabades als angenehm empfunden.
Holzbeheizter Saunaofen



Das Prinzip ist ähnlich wie bei elektrischen Öfen, nur dass die Saunasteine über die darunter liegenden Brennkammer erhitzt werden. Die Sauna sollte ein Raumvolumen von mindestens 10m³ haben. Außerdem gilt der holzbeheizte Saunaofen als Feuerstelle und muss in Deutschland vom Schornsteinfeger abgenommen werden. Daher sollte vor dem Kauf ein Gespräch mit dem Schornsteinfeger geführt werden. Ideal ist die Art der Sauna für die Gartensauna. Wenn es knistert und draußen Schnee liegt.....

Die passende Größe

Es gibt die Saunaöfen in verschiedenen Leistungsstärken. Die Leistung des Saunaofens ist abhängig von der Bauart der Sauna. Ist sie isoliert (Elementsauna) oder nicht isoliert (Massivholz-Sauna, Kelosauna usw.). Hat die Sauna eine Ganzglastüre oder sogar Fenster bzw. Glasfronten, dann muss ein stärkerer Saunaofen her.
Als Faustformel kann man das Saunavolumen mit 0,7 multiplizieren. Besser ist es einen etwas stärkeren Saunaofen zu wählen. Damit heizt sich die Sauna schneller auf und somit ist sie auch schneller betriebsbereit. Handelt es sich um eine Sauna mit Ganzglastür oder sogar noch mit einem Fenster, dann sollte zu dem Saunavolumen nochmal 1,5 m³ an Volumen dazu addiert werden. Alle Werte werden entsprechend nach oben aufgerundet.
Beispiel 1. Sauna in Elementbauweise mit Vollholztüre und kleinem Sichtfenster (Doppelverglasung) 2 m x 2 m x 2 m = 8 m³ Volumen x 0,7 = 5,6. Hier würde ein Saunaofen von 6 kW ausreichen.
Beispiel 2. Sauna in Elementbauweise mit Ganzglastüre 2 m x 2 m x 2 m = 8 m³ zuzüglich 1,5 m³ = 9,5 m³ x 0,7 = 6,65. Hier wäre ein 8 kW Saunaofen die richtige Wahl.
Richtwerte.
Bei Saunakabinen die sich knapp an der Grenze befinden, besser den nächst größeren nehmen.
Bis 4 m³ = 3,0 kW
4 - 6 m³ = 4,5 kW
6 - 8 m³ = 6,0 kW
7 - 10 m³ = 7,5 kW
9 - 14 m³ = 9,0 kW
14 - 18 m³ = 12,0 kW
18 - 25 m³ = 15,0 kW
24 - 30 m³ = 18,0 kW

Saunazubehör - Was ist wirklich sinnvoll?
Was letztlich sinnvoll ist, muss soll der stolze Saunabesitzer entscheiden. Das folgende Saunazubehör sollte nicht fehlen:

  • Saunathermometer: Temperatur wird gemessen und entsprechend angezeigt. Befindet sich in der Saunakabine
  • Saunahygrometer: Luftfeuchte wird gemessen und entsprechend angezeigt. Befindet sich in der Saunakabine
  • Thermo/Hygrometer: Ein Kombigerät von beiden. Befindet sich innerhalb der Sauna
  • Sauna-Sanduhr: Ist drehbar und hat eine Laufzeit von 15 Minuten
  • Saunakübel und Saunakelle: Um den Saunaaufguss anzurühren mit einem Saunaduft. Steht in der Sauna. 1-3 Saunakellen vollflächig auf die Saunasteine verteilen. HEISS!!!
  • Kopfstütze: Wer in der Sauna liegen möchte braucht diese unbedingt.
  • Saunalampe: In der Regel eine temperaturbeständige Lampenfassung und ein Saunaschirm, der darüber montiert wird. In den letzten Jahren hat sich mehr und mehr das Saunafarbenspiel durchgesetzt.
  • Sauna Fußrost: Sieht nicht nur optisch gut aus. Gerade bei glatten Fliesenböden ist das Holzfußrost dringend erforderlich.
  • Sauna Tauchbecken: Ein eiskaltes Tauchvergnügen! Achten Sie beim Kauf das die Ware vom Böttchermeister kommt. Der hat Ahnung davon was er baut.
  • Sauna Fußbadewanne: Vor dem Saunagang ein warmes Fußbad nehmen. Das erweitert die Gefäße und steigert den Sauna Effekt nochmal.


Fazit

Mit einem guten Plan, dem richtigen Equipment, handwerklichem Geschick und etwas Geduld kann jeder die eigene Heimsauna völlig selbstständig und individuell bauen. Mit den Tipps aus diesem Ratgeber und den passenden Produkten aus dem Poolpowershop wünschen wir Ihnen gutes Gelingen und frohes Schwitzen in der selbstgebauten Sauna!

Quelle: Poolpowershop Ratgeber Sauna

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