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Thema: Potentialausgleich

  1. #1
    FORENTEAM Avatar von Andy
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    Standard Potentialausgleich

    Dieser Beitrag wurde von schwubbi1877 erstellt. Dafür ein großes . Wer sagt muss sich dafür nicht schämen. Das Thema ist sehr komplex. Um alles zu beachten und richtig zu machen, ist der Elektrofachmann gefragt. Nur so sind Gefahren im Poolbreich zu erkennen und abzuwenden.


    Potentialausgleich in Gebäuden


    Zunächst betrachten wir den Potentialausgleich, der für jedes Gebäude vorgeschrieben ist. (DINVDE-410)

    Im Bereich der Elektrotechnik wird unter dem Begriff Potential eine Spannung zwischen einem Messpunkt und einem Bezugspunkt (z. B. Erde) verstanden.

    Potentialausgleich ist somit nichts anderes, als Teile mit einem unterschiedlichen Potential auf ein gleiches oder annähernd gleiches Niveau zu bringen, indem man die Punkte unterschiedlichen Potentials miteinander verbindet.

    Entsprechend einfach ist die Definition der Bezeichnung "Potentialausgleich" in DIN VDE 0100 Teil 200 definiert:
    "Elektrische Verbindung, die die Körper elektrischer Betriebsmittel und fremde leitfähige Teile auf gleiches oder annähernd gleiches Potential bringt".

    Hier ein Beispiel

    Potentialausgleich.jpg

    HAK bedeutet Hausanschlusskasten


    1. Potentialausgleichsschiene
    2. Fundamenterder
    3. Keilverbinder
    4. Blitzstrom – Ableiter
    5. Anschlussklemme
    6. Rohrschelle
    7. Anschlussfahnen
    8. Trennfunkenstrecke


    Die Leiterquerschnitte für den Potentialausgleich sind wie folgt in VDE 0100-540 so vorgeschrieben, dass sich die Querschnittsbemessung der Leiter des Hauptpotentialausgleichs am Querschnitt des größten Schutzleiters der E-Anlage orientieren muss.
    Das heißt: ist der größte Querschnitt eines Schutzleiters z.B. 16mm², so müssen die Potentialausgleichsleiter auch im 16mm² ausgeführt werden.

    Weiter werden in der VDE noch Minimal und Maximalwerte angegeben:

    normal 0,5x Querschnitt des größten Schutzleiters der Anlage
    minimal 6mm² Cu
    maximal 25mm² Cu oder leitwertgleich


    Als Potentialausgleichsleiter kommen massive Leiter – dies ist der Normalfall – sowie mehr- und feindrähtige Leiter in Frage. PA-Leiter sind Schutzleiter; sie dürfen daher blank oder isoliert sein. Häufig werden als PA-Leiter PVC-Aderleitungen verwendet, z. B. H07V-. Sie dürfen direkt auf, im und unter Putz verlegt werden. Auch die Verlegung in Kabelkanälen nach DIN VDE 0604 und auf Kabelträger-Systemen nach DIN VDE 0639 (z. Z. Entwurf) ist erlaubt. Ein mechanischer Schutz durch Rohre oder Kanäle ist für PA-Leiter nur bei zu erwartender starker mechanischer Beanspruchung gefordert.

    PA-Leiter haben eine Schutzfunktion. Isolierte PA-Leiter müssen deshalb in ihrem ganzen Verlauf grün-gelb gekennzeichnet werden. Die Verwendung der Einzelfarben Gelb, Grün und Blau ist verboten.
    Werden einadrige Mantelleitungen (z. B. NYM) oder einadrige Kabel (NYY) verwendet, darf auf eine durchgängige Aderkennzeichnung verzichtet werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass an den Enden der Leitungen, d. h. an den beiden Anschlussstellen, eine dauerhafte grün-gelbe Kennzeichnung anzubringen ist.

    Die Potentialausgleichsschiene soll im Hausanschlussraum nahe dem Hausanschlusskastens angebracht werden. Der beste Platz ist oberhalb der Anschlussfahne des Fundamenterders.

    Die Potentialausgleichsschiene muss den Anforderungen nach VDE 0618-1 entsprechen (darauf werde ich nicht näher eingehen).

    Potentialausgleichsschiene.jpg

    Weiter werden die Schellen (Rohrschellen) ebenfalls in der VDE 0618-2 beschrieben (darauf werde ich ebenfalls nicht näher eingehen).

    Prüfen und messen:

    Die Prüfung des Potentialausgleichs erfolgt bei Erst- und Wiederholungsprüfungen nach DIN VDE 0100 Teil 610. Sie umfasst folgende Prüfschritte:

    1. Besichtigen
    Vorhandensein und richtige Anordnung des zentralen Potentialausgleichs gemäß den Vorgaben von DIN VDE 0100 Teil 410 und der Anlagendokumentation.
    Vorhandensein und richtige Anordnung des zusätzlichen Potentialausgleichs an den nach DIN VDE 0100 festgelegten Orten.
    Kontrolle des Einbeziehens aller fremden leitfähigen Teile des Gebäudes bzw. der jeweiligen Orte in den PA.
    Ordnungsgemäße Auswahl (Prüfzeichen!) und bestimmungsgemäßer Einsatz der PAS sowie der Anschlussmittel.
    Richtige Auswahl und Einsatz der PA-Leiterquerschnitte, ordnungsgemäßer Anschluss sowie richtige Kennzeichnung und Verlegung der PA-Leiter.

    2. Erproben
    Kontrolle des festen Sitzes der Leiter an den Anschlussstellen sowie der Anschlussmittel an den fremden leitfähigen Teilen durch eine Handprobe.

    3. Messen
    Nachweis der Wirksamkeit des Potentialausgleichs durch eine Messung des Widerstands zwischen den fremden leitfähigen Teilen und der PAS sowie den durch einen PA-Leiter verbundenen Teilen mit einem dafür geeigneten Prüfgerät nach DIN VDE 0413. Sofern nicht durch die Länge des PA-Leiters ein höherer Widerstandswert bedingt ist, sollte der gemessene Wert nicht mehr als 0,1 Ohm betragen.

    Der Potentialausgleich in einem Gebäude sollte von einer Fachkraft installiert werden. Es gibt außer der hier aufgeführten VDE Regeln zum Potentialausgleich noch diverse weitere Regeln, das würde aber hier den Rahmen sprengen alles aufzuführen.



    Potentialausgleich und elektrische Betriebsmittel am Pool (Schwimmbecken)

    702 Becken von Schwimmbädern, begehbare Wasserbecken und Springbrunnen
    702.Anwendungsbereich
    Die besonderen Anforderungen dieses Teils der Normen der Reihe DIN VDE 0100 (VDE 0100) sind anzuwenden für elektrische Anlagen von:

    - Becken von Schwimmbädern und Planschbecken sowie deren umgebende Bereiche;
    - Bereichen in natürlichen Gewässern, Seen in Kiesgruben, in Küstenbereichen, in begehbaren
    Wasserbecken, in Schwimmteichen und ähnlichen Bereichen, die besonders dafür vorgesehen sind, von Personen zum Schwimmen, Planschen und mit ähnlicher Absicht betreten zu werden. Solche Bereiche in natürlichen Gewässern, Seen in Kiesgruben, in Küstenbereichen, in begehbaren Wasserbecken, in Schwimmteichen und ähnlichen Bereichen werden als Becken von Schwimmbädern betrachtet. Diese Norm gilt auch für die jeweiligen umgebenden Bereiche.
    - Springbrunnen mit oder ohne Becken und deren umgebende Bereiche;

    ANMERKUNG In diesen Bereichen ist bei normalem Gebrauch aufgrund der Verringerung des elektrischen Widerstands des menschlichen Körpers und seiner Verbindung mit Erdpotential die Wirkung eines elektrischen Schlags größer.

    Bei Becken von Schwimmbädern für medizinische Zwecke können spezielle Anforderungen notwendig sein.
    Diese Norm deckt nicht die Verwendung von ortsveränderlichen Betriebsmitteln, z. B. Schwimmbeckenreinigungsgeräten, ab.

    Zunächst einmal ein Bild als Draufsicht, auf dem die einzelnen Bereiche um das Schwimmbecken herum gekennzeichnet sind

    Schutzbereiche.jpg

    Die VDE schreibt vor, in welchen Bereichen welche elektrischen Betriebsmittel verwendet werden dürfen und an welche Schutzarten diese Betriebsmittel gebunden sein dürfen.


    702.Zusätzlicher Schutz
    702.Zusätzlicher Schutz: Zusätzlicher Schutzpotentialausgleich

    Alle fremden leitfähigen Teile in den Bereichen 0, 1 und 2 müssen über Schutzpotentialausgleichsleiter miteinander verbunden werden. Sie müssen außerdem mit dem Schutzleiter der Körper von elektrischen Betriebsmitteln, die in diesen Bereichen angeordnet sind, verbunden werden.

    ANMERKUNG 1
    Dies gilt auch für Schutzleiter in Kabeln und Leitungen von Stromkreisen, die elektrische Betriebsmittel der Schutzklasse II versorgen.

    ANMERKUNG 2
    Die Verbindung mit dem Schutzleiter kann in der Nähe der Bereiche vorgenommen werden, z. B. in einem Installationsgerät oder in einem Verteiler oder in andere elektrische Betriebsmittel.

    ANMERKUNG 3
    Fremde leitfähige Teile sind leitfähige Teile, die nicht zur elektrischen Anlage gehören, die jedoch ein elektrisches Potential, einschließlich das einer örtlichen Erde (für den Anwendungsbereich dieser Norm von außerhalb der Bereiche 0, 1 und 2 in die Bereiche 0, 1 oder 2) einführen können.

    ANMERKUNG 4
    Solche Teile können z. B. sein:

    - metallene Rohrleitungen für Frischwasser, Abwasser, Gas, Heizung, Klima;
    - Metallteile der Gebäudekonstruktion;
    - Metallteile der Beckenkonstruktion;
    - metallene Bewehrungen von nicht isolierenden Fußböden;
    - metallene Bewehrungen von Betonbecken.

    Fußböden, die aus einzelnen Betonplatten bestehen, deren Armierungen vollständig in die Platten eingebettet sind und nicht ohne Beschädigungen der Platten zugänglich sind, werden nicht als fremde leitfähige Teile betrachtet und brauchen - auch wenn sie nicht isolierend sind - deshalb in den zusätzlichen Schutzpotentialausgleich nicht einbezogen zu werden.

    ANMERKUNG 5
    Ein wirksamer zusätzlicher Schutzpotentialausgleich wird erreicht, wenn metallene Bewehrungen, z. B. von Betonfußböden, mit Metallbindedraht oder durch Verschweißen miteinander verbunden sind und eine Verbindung mit dem Schutzpotentialausgleichsleiter vorhanden ist. Eine Potentialsteuerung ist nicht gefordert, obwohl sie durch diese Maßnahmen erreicht werden kann. Betonplatten ohne Metallbewehrung, sonstige Plattenoberflächen sowie das Erdreich (z. B. Rasenflächen) werden nicht als fremde leitfähige Teile betrachtet, und brauchen - auch wenn sie nicht isolierend sind deshalb in den zusätzlichen Schutzpotentialausgleich nicht einbezogen zu werden.

    ANMERKUNG 6
    Fußböden und bereichsbegrenzende feste Abtrennungen brauchen nicht in den zusätzlichen Schutzpotentialausgleich einbezogen zu werden, wenn sie isolierend sind. Das ist der Fall, wenn der Isolationswiderstand von Fußböden und festen Abtrennungen die Anforderungen von DIN VDE 0100-410

    ANMERKUNG 7
    Die folgenden leitfähigen Teile brauchen üblicherweise in den zusätzlichen Schutzpotentialausgleich
    nicht einbezogen werden:
    - Einstiegsleitern und Abdeckungen von Becken, dies gilt auch dann, wenn sie an einem armierten Beckenrand
    befestigt sind;
    - Leitern von Sprungtürmen;
    - Handläufe und Haltegriffe am Beckenrand;
    - Gitterabdeckungen einschließlich deren Einbaurahmen von Überlaufrinnen.

    Der Potentialausgleich am Schwimmbecken soll wie im Gebäude aufgebaut werden und an den vorhandenen Potentialausgleich im Gebäude angeschlossen werden. Am Schwimmbecken sind dann alle leitfähigen Teile sowie Elektrogeräte, Filter, Pumpen usw. an den Potentialausgleich anzuschließen. Die Beckenleiter muss dagegen nicht in den Potentialausgleich mit einbezogen werden.
    Das schlagen einer eigenen Erdverbindung (Kreuzerder z.B.) ist mit Vorsicht zu genießen auch wenn der eine oder andere hier im Forum dies so gemacht hat. Ein selbsthergestellter Erder muss eingemessen werden, der Übergangswiderstand zum Erdreich muss so niederohmig sein, dass ein Fehlerstromschutzschalter der für die Poolanlage verbaut ist auch sicher auslösen kann und das zu jederzeit. Wie der Übergangswiderstand berechnet wird ist in der VDE vorgeschrieben, genauso wir die Messprüfung.

    Hier ein Beispiel von Widerstandwerten des Untergrunds. (Ohne Garantie)

    Bodenarten.jpg

    Elektrik am Pool


    Die elektrischen Betriebsmittel müssen mindestens die IP-Schutzarten entsprechend Tabelle 702.1 aufweisen.

    Tabelle.jpg

    Begrenzung von Kabel- und Leitungsanlagen unter Berücksichtigung der Bereiche

    In den Bereichen 0 und 1 dürfen nur Kabel und Leitungen errichtet werden, die zur Versorgung von elektrischen Betriebsmitteln in diesen Bereichen notwendig sind. Stromkreise, die elektrische Betriebsmittel außerhalb der Bereiche versorgen und in Wänden, Decken und Fußböden, die die Bereiche 0, 1 oder 2 begrenzen, errichtet werden, müssen:

    - mindestens 6 cm, bezogen auf die jeweiligen Oberflächen, tief eingebettet sein oder
    - durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA geschützt werden oder
    - mit Schutz durch Kleinspannung mittels SELV (siehe Abschnitt 414 von DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06 versorgt werden oder
    - durch Schutztrennung (siehe Abschnitt 413 von DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06 geschützt sein.

    Zusätzliche Anforderungen für Kabel und Leitungen
    Im Bereich 0 dürfen nur Kabel und Leitungen der Bauart H07RN8-F oder mit mindestens gleichwertigen Eigenschaften verwendet werden.
    ANMERKUNG
    Die Eignung für den dauernden Kontakt mit korrosivem Wasser sollte vom Hersteller erklärt werden, zusätzlich zu der Übereinstimmung mit den genannten Normen.
    Es dürfen nur Elektroinstallationsrohre entsprechend dem Schlagwiderstand der Klasse 5 (zweite Stelle des Klassifizierungscodes) von DIN EN 61386-1 (VDE 0605-1) verwendet werden.

    Abzweig-/Verbindungsdosen
    Abzweig-/Verbindungsdosen dürfen im Bereich 0 nicht errichtet werden.
    Im Bereich 1 sind nur Abzweig-/Verbindungsdosen für Stromkreise mit Schutz durch Kleinspannung mittels SELV erlaubt.

    702.Schalt- und Steuergeräte
    Im Bereich 0 dürfen Schalt- oder Steuergeräte einschließlich Steckdosen nicht errichtet werden.
    Im Bereich 1 dürfen Schaltgeräte, Steuergeräte und Steckdosen nur errichtet werden, wenn sie mit Schutz durch Kleinspannung mittels SELV versorgt werden und die Stromquelle außerhalb der Bereiche 0 und 1 errichtet ist. Wenn die Stromquelle für SELV im Bereich 2 errichtet ist, muss der versorgende Stromkreis durch eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA geschützt sein.
    Im Bereich 2 sind Schaltgeräte, Steuergeräte und Steckdosen nicht erlaubt, es sei denn, die Versorgungsstromkreise sind durch eine der folgenden Schutzmaßnahmen geschützt:

    a) Schutz durch Kleinspannung mittels SELV (siehe 414.3 von DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06), wobei die Stromquelle für SELV außerhalb der Bereiche 0 und 1 zu errichten ist. Wenn die Stromquelle für SELV im Bereich 2 errichtet ist, muss der versorgende Stromkreis durch eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA geschützt sein; oder

    b) automatische Abschaltung der Stromversorgung (siehe Abschnitt 411 von DIN VDE 0100-41(VDE 0100-410):2007-06unter Verwendung einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA; oder

    c) Schutztrennung (siehe Abschnitt 413 von DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06 wobei die Stromquelle für Schutztrennung nur ein einziges Verbrauchsmittel versorgt und außerhalb der Bereiche 0 und 1 errichtet ist. Wenn die Stromquelle für Schutztrennung im Bereich 2 errichtet ist, muss der versorgende Stromkreis durch eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA geschützt sein.

    Für Becken von Schwimmbädern mit kleinem Umgebungsbereich, bei denen es nicht möglich ist, Schaltgeräte, Steuergeräte und Steckdosen außerhalb von Bereich 1 zu errichten, sind Schaltgeräte, Steuergeräte und Steckdosen, vorzugsweise mit nicht leitfähigen Abdeckungen oder Abdeckplatten, im Bereich 1 erlaubt, wenn sie außerhalb des Handbereiches (1,25 m) von der Grenze zu Bereich 0 und mindestens 0,3 m über dem Fußboden errichtet sind. Sie müssen geschützt sein, entweder

    - durch Schutz durch Kleinspannung mittels SELV (siehe Abschnitt 414 von DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06mit einer Nennspannung nicht größer als AC 25 V oder DC 60 V; die Stromquelle für SELV ist außerhalb von den Bereichen 0 und 1 zu errichten, oder

    - durch automatische Abschaltung der Stromversorgung (siehe Abschnitt 411 von DIN VDE 0100-41(VDE 0100-410):2007-06unter Verwendung einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA, oder

    - durch Schutz durch Schutztrennung (siehe Abschnitt 413 von DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06wobei die Stromquelle für Schutztrennung nur ein Verbrauchsmittel versorgt und außerhalb der Bereiche 0 und 1 errichtet ist.

    Andere elektrische Betriebsmittel Elektrische Verbrauchsmittel von Becken von Schwimmbädern
    In den Bereichen 0 und 1 dürfen unter Beachtung der Anforderungen nur fest angebrachte elektrische Verbrauchsmittel errichtet werden, die für die besondere Verwendung in diesen Bereichen von Becken von Schwimmbädern hergestellt sind.
    Fest errichtete elektrische Schwimmbeckenreinigungsgeräte zur Verwendung in den Bereichen 0 und 1 müssen mit Schutz durch Kleinspannung mittels SELV, mit einer Nennspannung nicht größer als AC 12 V oder DC 30 V, versorgt werden, wobei die Stromquelle für SELV außerhalb der Bereiche 0 und 1 zu errichten ist.
    Elektrische Speisepumpen oder andere spezielle elektrische Betriebsmittel, die für die besondere Verwendung in den Bereichen von Becken von Schwimmbädern vorgesehen sind und
    - in einem an das Becken von Schwimmbädern angrenzenden Raum oder Bereich angeordnet sind und
    - über eine Luke (oder Tür), die in der Fußbodenoberfläche des umgebenden Bereiches 1 eines Beckens von Schwimmbädern angeordnet ist zugänglich sind, müssen durch eine der folgenden Schutzmaßnahmen geschützt sein:

    a) Schutz durch Kleinspannung mittels SELV mit einer Nennspannung nicht größer als AC 12 V oder DC 30 V, wobei die Stromquelle außerhalb der Bereiche 0 und 1 zu errichten ist. Wenn die Stromquelle für SELV im Bereich 2 errichtet ist, muss der versorgende Stromkreis durch eine Fehlerstrom Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA geschützt sein.

    b) Schutztrennung (siehe Abschnitt 413 von DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06) wobei die Stromquelle nur ein Verbrauchsmittel speisen darf und außerhalb der Bereiche 0 und 1 zu errichten ist. Wenn die Stromquelle für Schutztrennung im Bereich 2 oder im Bereich unter der Fußbodenoberfläche errichtet ist, muss der versorgende Stromkreis durch eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA geschützt sein und wenn gleichzeitig die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

    - Wenn die Pumpe oder andere Betriebsmittel über Rohre mit dem Becken von Schwimmbädern verbunden sind, dürfen hierfür nur isolierende Rohre verwendet werden;
    - das Öffnen der Luke (oder Tür) darf nur mit Werkzeug oder Schlüssel möglich sein;
    - alle Betriebsmittel, die in diesem Raum oder Bereich errichtet sind, müssen einen Schutzgrad von mindestens IPX4 (bei Strahlwasser IPX5) haben, oder dieser Schutz muss durch ein Gehäuse vorgesehen werden.

    c) Automatische Abschaltung der Stromversorgung, wobei folgende Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein müssen:
    - wenn die Pumpe oder andere Betriebsmittel über Rohre mit den Becken von Schwimmbädern verbunden sind, muss die Verbindung entweder über elektrisch isolierende Rohre oder über metallene Rohre, die mit dem zusätzlichen Schutzpotentialausgleich nach 702.415.2 der Becken von Schwimmbädern verbunden sind, ausgeführt werden;
    - das Öffnen der Luke (oder Tür) darf nur mit einem Schlüssel oder Werkzeug möglich sein;
    - alle Betriebsmittel, die in diesem Raum oder Bereich errichtet sind, müssen einen Schutzgrad von mindestens IPX4 (bei Strahlwasser IPX5) haben, oder dieser Schutz muss durch ein Gehäuse vorgesehen werden;
    - das Betriebsmittel muss durch eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA geschützt sein. ANMERKUNG Der Raum, in dem die Betriebsmittel errichtet sind, wird als außerhalb der Bereiche 1 und 2 betrachtet.

    Unterwasserleuchten für Becken von Schwimmbädern
    Leuchten für die Verwendung im Wasser oder in Berührung mit Wasser müssen mit DIN EN 60598-2-18 (VDE 0711-218) übereinstimmen. Leuchten, die hinter wasserdichten Bullaugen angebracht und von hinten bedient werden können, müssen so errichtet werden, dass eine absichtliche oder unabsichtliche leitfähige Verbindung zwischen irgendeinem Körper der Unterwasserscheinwerfer und irgendeinem leitfähigen Teil der Bullaugen nicht auftreten kann.

    Fest angebrachte elektrische Betriebsmittel (z. B. Filteranlagen, Gegenstromanlagen), besonders ausgelegt für die Verwendung in Becken von Schwimmbädern, die mit Niederspannung versorgt werden, sind im Bereich 1 erlaubt, wenn alle folgenden Anforderungen erfüllt sind:

    a) Die elektrischen Betriebsmittel müssen in einem Gehäuse gleichwertig einer zusätzlichen Isolierung mit Schutz gegen mittlere mechanische Beanspruchung AG2 angeordnet sein.
    b) Die Anforderungen von 702.55.101.3 sind anzuwenden.
    c) Das Öffnen der Luke (oder Tür) nach 702.55.101.3 muss zur Abschaltung aller aktiven Leiter der Betriebsmittel in dem Gehäuse führen. Das Versorgungskabel/die Versorgungsleitung und die Haupttrenneinrichtung müssen in einer Weise errichtet werden, dass ein Schutz wie bei Schutzklasse II oder mit gleichwertiger Isolierung gegeben ist.

    Für Becken von Schwimmbädern, bei denen es einen Bereich 2 nicht gibt, dürfen Beleuchtungsanlagen, die mit anderen Spannungen, als mit Schutz durch Kleinspannung mittels SELV nicht größer als AC 12 V oder DC 30 V (siehe 702.410.3.101.1) versorgt werden, im Bereich 1 an einer Wand oder an der Decke errichtet werden, vorausgesetzt, die beiden folgenden Anforderungen sind erfüllt:
    - Der Stromkreis ist geschützt durch automatische Abschaltung der Stromversorgung unter Verwendung einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA, und
    - die Höhe des untersten Teils der Beleuchtungseinrichtung beträgt mindestens 2 m von der unteren Grenze von Bereich 1.

    Elektrische Fußboden- und Deckenheizungen

    In Fußböden eingebettete elektrische Heizungseinheiten dürfen errichtet werden, vorausgesetzt, sie sind geschützt durch:
    - Schutz durch Kleinspannung mittels SELV, wobei die Stromquelle für SELV außerhalb der Bereiche 0 und 1 errichtet ist. Wenn die Stromquelle im Bereich 2 errichtet wird, muss 702.530 angewendet werden; oder
    - automatische Abschaltung der Stromversorgung und Abdeckung der Heizungseinheit mit einem eingebetteten geerdetem Metallgitter oder einer eingebetteten geerdeten metallenen Umhüllung, das/die mit dem zusätzlichen Schutzpotentialausgleich wie in 702.415.2 festgelegt verbunden ist, unter Verwendung einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als
    30 mA.

    Für spezielle Fragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung, bitte ein Mail an folgende Adresse:

    mathiasschwutzke@yahoo.de

    Da diese Ausführungen teilweise Auszüge aus den geltenden VDE Vorschriften enthalten ist ein kopieren und anderweitiges Vervielfältigen, auch Auszugsweise VERBOTEN!

    schwubbi1877
    Liebe Grüße und viel Erfolg Andy
    FORENLEITUNG POOLPOWERSHOP-FORUM

  2. #2
    ---
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    Standard AW: Potentialausgleich

    Da ich dieses Thema mehrfach gelesen habe, hab ich mich nun endlich mal dran gemacht, und das ganze vernünftig umgesetzt.
    Zuerst eine Leitung vom der Potentialschiene im Keller des Hauses in die Garage zur Pooltechnik verlegt.
    Dort eine neue Schiene montiert, an der Kessel, Messzelle und ( nach dem Winter) das Pumpengehäuse angeschlossen sind.
    Zusätzlich eine Leitung nach draussen zum Pool, dort befindet sich eine Abzweigdose, von der es sich auf Stahlwand, GSA Gehäuse und Leiter ( nicht vorgeschrieben) verteilt.
    Bei mir ist zusätzlich über den Winter die Opferanode im Pool dort angeschlossen.
    Die Abzweigdose wurde nach dem Klemmen mit Aquasit vergossen, so bin ich sicher, dass dort nichts gammelt.

    Schiene im Keller, das schwarze Erdkabel ganz rechts

    image.jpg


    Hier kommt alles in der Garage an, von links nach rechts
    Leitung aus dem Keller
    Leitung zur Verteilung am Pool
    Leitung zum Kessel
    Leitung zur Messzelle

    image.jpg


    Hier meine Lösung zum Anschluss am Kessel, ein wenig improvisiert, aber die Erdungsschelle,
    die ich dafür bestellt hatte, war zu breit...

    image.jpg

    Die Abzweigdose am Pool, bereits vergossen, wenn das abgebunden hat, kommt sie noch etwas tiefer.

    image.jpg
    Geändert von Antonius (03.11.2015 um 07:52 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Potentialausgleich

    Hallo Frank

    Die in Bild 3 von oben eingesetzte "Klemme" sollte durch eine fachgerechte Bandschelle für Potentialausgleich mit einen Klemmanschluss ausgetauscht werden.
    Gruß schwubbi1877

  4. #4
    ---
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    Standard AW: Potentialausgleich

    Na, die hab ich ja, aber die passt da nicht zwischen.....
    Daher habe ich eine Schlauchschelle ums Rohr gelegt, mit dem Kabel drunter.

  5. #5
    Forenmitglied
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    Standard AW: Potentialausgleich

    Hallo Frank

    Da der Leiter nicht genug an der Schelle und an dem zu erdenden Teil anliegt, wird es nach kurzer Zeit zu Kontaktproblemen kommen.

    Es gibt auch Erdungsschellen, die annähernd die gleiche Breite wir die Schlauchschellen haben.
    wupperi and muppel like this.
    Gruß schwubbi1877

  6. #6
    ---
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    Standard AW: Potentialausgleich

    OK, dann muss ich mal suchen.
    Ich finde die Bezeichnungen der Erdungsbandschellen sehr verwirrend, da ist kaum durch zu steigen.

  7. #7
    Forenmitglied Avatar von Flachköpper
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