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Thema: Bodenplatte - Rundpool - Diskussion - Anregungen

  1. #1
    Forenmitglied Avatar von schulle1311
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    Cool Bodenplatte - Rundpool - Diskussion - Anregungen

    Hallo zusammen,

    hier im Forum wurde ja bereits ausführlich über das Thema Bodenplatte diskutiert. Trotzdem möchte ich gerne noch einmal eine Diskussion anstoßen, da ich gestern ein ausführliches Gespräch mit einem Maurermeister hatte. WICHTIG, das ganze bezieht sich auf den Bau eines Rundpools!

    Ich habe dem betreffenden Menschen von meinem Bauvorhaben erzählt und er teilte mir recht energisch mit, dass ein Betonfundament aus den folgenden Gründen Unsinn wäre:

    1. wenn der Boden dem Druck nicht standhält, nützt die Bodenplatte auch nichts, da eine Bodenplatte, die solche Schwächen abfängt viel größer sein müsste
    2. auf den Boden wird durch das Gewicht der Bodenplatte noch zusätzlicher Druck ausgeübt
    3. die Druckverteilung ist bei einer Betonbodenplatte ungünstig (hat er mir genau erklärt, die Details kriege ich aber nicht mehr zusammen)

    Alternativ hat er mir folgenden Vorschlag unterbreitet:

    - einen Bodenflies in das Loch einbringen, darüber 20cm verdichteten Schotter. Der Flies soll dafür sein, dass es angeblich unglaublich wichtig ist, dass sich der Boden bei Feuchtigkeit nicht mit dem Schotter vermischt.
    - darüber einer Baufolie
    - statt bewehrtem Beton 5-10cm Estrich-Beton mit Estrichmatte einbringen und glatt ziehen

    Mich würde mal Eure Meinung dazu interessieren, besonders, wenn ein Maurer oder Betonbauer dabei ist. Zur Info, wir haben einen sehr festen Lehmuntergrund.

    Für mich und andere ist das sicherlich sehr interessant, da durch die vorgeschlagene Vorgehensweise ne Menge Kosten gespart werden können. Eine Estrichmatte ist im Vergleich zu Baustahl deutlich günstiger und auch Estrichbeton soll günstiger sein als "normaler" Beton und zudem leichter zu verarbeiten sein.

    Ich bin sehr gespannt auf Eure Beiträge!
    Martin

  2. #2
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    Standard AW: Bodenplatte - Rundpool - Diskussion - Anregungen

    Das ist schwachsinn in meinen Augen. Warum werden dann für Häuser Fundamente und Bodenplatten verbaut? Oder bezieht sich die Antwort von deinem Maurermeister auf die Fakten das es sich um eine Betonplatte von nur 5 - 10 cm Dicke handelt?

    Eine Bodenplatte aus Bewehrten Beton verteilt die Druckkräfte gleichmässig auf den Bodenuntergrund egal ob ein Pool Rund, Reckteckig oder Quadratisch ist.

    Gerade bei Kritischen Böden sollte man mit Bedacht die Richtige Bodenplatte von der Dicke her wählen. Sollte der Boden entsprechend wie z.b. in Holland Sandig und voller Grundwasser sein muss man natürlich eine Pfahlgründung erstellen die bis zum Tragfähigen Untergrund reicht, was aber bei Pools nicht gemacht werden muss.

    Eine Vernünftige Stahlbetonsohle sollte mind. 15 cm dick sein. Optimal wäre es wenn man darunter noch eine 30 cm Dicke Schotterschicht als Frostschutz einbaut, gerade da wo das Grundwasser sowieso sehr hoch steht. Eine Betonplatte mit gerade mal 5 - 10 cm dicke ist natürlich zu dünn, da kann es durchaus passieren das es zu Setzrissen und Spannungen kommt, gerade dann wenn es draussen kalt wird und der Frost sein übriges tut. Die Freude am Pool wird nicht allzulang von dauer sien. Ein Schutzvlies ist nicht nötig der zieht sich auch so mit Wasser voll, wenn nicht von oben dann von unten. Eine Baufolie auszulegen ist sinnvoll um den Beton nicht schnell das Wasser zu entziehen während er abbindet

    Bedenke bitte wie Schwer das ganze wird. Bei einer Wassertemperatur von 25 Grad beträgt das Spezifische Gewicht pro m³ Wasser 997,04 Kg.
    Bei einem Pool mit 20 m³ Wasserinhalt wären das dann 19,94 Tonnen.
    Da wird dir der Estrich mit einer Estrichmatte Garantiert kaputt gehen.

    Also nicht am Falschen Ende sparen, im Endeffekt hat man nachher mehr Arbeit und Schaden sowie weniger Freude am Pool.

  3. #3
    Supermoderator Avatar von Schappes
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    Standard AW: Bodenplatte - Rundpool - Diskussion - Anregungen

    So ähnlich sehe ich das auch!

    Zitat Zitat von schulle1311 Beitrag anzeigen
    1. wenn der Boden dem Druck nicht standhält, nützt die Bodenplatte auch nichts, da eine Bodenplatte, die solche Schwächen abfängt viel größer sein müsste
    2. auf den Boden wird durch das Gewicht der Bodenplatte noch zusätzlicher Druck ausgeübt
    3. die Druckverteilung ist bei einer Betonbodenplatte ungünstig (hat er mir genau erklärt, die Details kriege ich aber nicht mehr zusammen)
    Das Argument zu 1. stimmt, aber dabei geht es bei einer Bodenplatte ja auch gar nicht.
    Durch eine Bodenplatte bekommt man sein Vorhaben in die Waagerechte. Gleichzeitig sackt der Boden nicht punktuell ab, es entstehen keine hässlichen Krater. Wenn der gesamte Untergrund den Pool nicht trägt, und da hat dein Maurermeister Recht, nutzt dir auch keine Bodenplatte, aber dann könnte man erst recht keinen Pool aufstellen, denn der würde ja, im übertriebenen Sinn, im Boden versinken.
    In die Bodenplatte wird Baustahl eingebracht, dass heißt die Platte als solche bricht nicht. Wenn bei einem auf gewachsenem Boden gestellten Pool der Boden unter dem Rand nachgibt, war es das für das Badevergnügen.

    Die Argumente zu 2. und 3. sind nicht nachvollziehbar. Durch sämtliche Betonfundamente wird Druck auf den Boden ausgeübt. Es verhält sich durch die Bodenplatte so, dass der Druck gleichmäßig verteilt wird und nicht punktuell, was wiederum bei einem Pool genau der Nachteil wäre.

    Estrichbeton hat nicht die Festigkeit wie „normaler“ Beton. Auf dem Zimmerboden wird ebenfalls Estrichbeton in einer Stärke von 5 – 7 cm aufgebracht, nur muss dieser nicht diese Last aushalten. Bei einer Belastung von mehreren Tonnen „knackt“ der Estrich, ob mit oder ohne Estrichmatte, da er schwimmend verlegt wird. Diese schwimmende Verlegung wäre auch unter dem Pool der Fall, wenn der unterliegende Boden durch irgendwelche Einflüsse plötzlich punktuell nachgibt.

    Dies sind nicht meine persönlichen geistigen Ergüsse, ich habe nur den Vorteil, dass sich in meiner direkten Familie zwei Baufachleute befinden. Einer der beiden war bis zu seiner Pensionierung u.a. im Betonbau beschäftigt.
    Wirklich frei bist Du erst wenn Du den Mut hast, Deine Ängste zu Überwinden.
    Viele Grüße Schappes
    SUPERMODERATOR TEAM POOLPOWERSHOP

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    schappes@poolpowershop-forum.de

  4. #4
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    Standard AW: Bodenplatte - Rundpool - Diskussion - Anregungen

    Hallo Martin,
    diskutieren möchte ich dieses Thema nicht, da mir dafür die spezifischen Kenntnisse fehlen aber meine Meinung und Erfahrung werde ich hier gerne kund tun.

    Als ich 2006 mit dem Bau meines Rundpools Ø 5 m begann, kannte ich mich mit Computern nicht aus, habe deshalb auf Fachbücher zurück gegriffen und sehr viel gelesen. Pool-Foren waren mir aus beschriebenen Gründen völlig fremd.

    Alles was ich in der Fachliteratur gelesen habe, kam auf das Gleiche heraus, wie es von führenden Schwimmbad – Herstellern auch empfohlen wird, eine Bodenplatte.

    Pages from Anleitung_Stahlbecken.jpg

    Ich habe dann meinen Architekten, der mir mit Rat und Tat beim Umbau meines Hauses zur Seite stand und nach seiner Meinung gefragt. Prompte Antwort, Bodenplatte.

    Die genauen Anweisungen, 20 cm Grobkies, nicht verdichtet, als Drainage-Untergrund, darauf eine Baufolie dann 15 cm Beton. Zur Armierung, Baustahlmatten und diese möglichst dicht unter die Betonoberfläche, um eine höhere Reisfestigkeit zu erzielen.

    Habe mich daran gehalten und bin damit sehr gut gefahren.

    Im Grunde genommen würde so eine Diskussion auf das gleiche hinauslaufen, ob ich einen Baumarktpool mit 0,4 gerillter Blechwand und 0,3 mm Folie, dem Qualitäts-Stahlwandpool mit feuerverzinkter Stahlwand, 0,6 mm stark, außen zusätzlich mit weißem Kunststoff beschichtet und innen mit Schutzlack versehen und 0,6 bzw. 0,8 mm starker Innenhülle, dem Quallitätspool vorziehe.

    Auch bei Bodenplatten gilt, Qualität hat seinen Preis. Sparen kann man an der Bodenplatte, in dem man sie selber erstellt.


    bis dahin, alles wird gut und freundliche Grüße aus dem Münsterland
    @ntonius

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  5. #5
    Forenmitglied Avatar von schulle1311
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    Standard AW: Bodenplatte - Rundpool - Diskussion - Anregungen

    Hallo zusammen,

    habe mir so etwas schon gedacht.

    Allerdings ist bei uns das Hauptproblem nicht das Geld sondern die rasche Verarbeitung des Betons. Unser Garten ist entweder durch das Haus oder über einen ca. 60m langen schmalen Weg zu erreichen. Wir haben im Garten keinen Platz zum Selbermischen, müssen uns den Beton also liefern lassen und schubkarrenweise über den Weg transportieren. Hinsichtlich der Verarbeitungsdauer habe ich mittlerweise soviele verschiedene Angaben gehört, dass ich total verunsichert bin. Der Lieferant meinte am Telefon, dass der Beton auf Plane geschüttet wird und ich danach ca. 5 Stunden Zeit hätte, den zu verarbeiten.

    Der besagte Maurermeister meinte, dass wäre Schwachsinn. Beton könnte man maximal eine Stunde verarbeiten, mit Verzögerer maximal 3 Stunden.

    Darüber hinaus irritiert mich, dass der Beton auf eine Plane geschüttet werden kann, ich war bislang der Meinung, dass Beton flüssig verarbeitet wird.

    Weiß zufällig jemand, ob Betonlieferanten über entsprechnend lange Schläuche verfügen, dass man den Beton z.B. mittels Schlauch durch das Haus tranportieren kann? Oder stimmen die Angaben von dem Lieferanten, dass ich den Beton 5 Stunden lang verarbeiten kann?

    Danke für die Hilfe
    Martin

  6. #6
    Administrator Avatar von Antonius
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    Standard AW: Bodenplatte - Rundpool - Diskussion - Anregungen

    Hallo Martin,
    lese doch den Beitrag Vom Baggern bis zum Baden, da waren es auch sehr lange Wege. Das Betonieren war in einem Vormittag erledigt.

    bis dahin, alles wird gut und freundliche Grüße aus dem Münsterland
    @ntonius

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  7. #7
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    Standard AW: Bodenplatte - Rundpool - Diskussion - Anregungen

    Es gibt Betonpumpen mit dennen man Beton in Schläuchen überall hinbringen kann. Aber ob sich das Lohnt bei gerade mal - 4 m³ Beton. Allein die Pumpe kostet schon ne Menge Geld.

    Der Betonlieferant misch den Beton wie man ihn haben will. Das heist er wird entsprechend auch verzögerer beimischen. Über eine Gewisse Zeit ist er verarbeitbar. Man kann frischen Beton auch mit Wasser entsprechend weicher machen um ihn verarbeiten zu können. Also 5 Stunden sind schon machbar, hängt von der Witterung ab. Optimal wäre Bewölkt nicht zu warm und trocken. Die Konzistenz des Betons ist wählbar, wobei ich F3 nehmen würde

    Das heist für euch genug Leute und Schubkarren damit die Aktion so schnell wie möglich erledigt ist. Leih dir noch einen Flaschenrüttler mit 230 Volt Stecker um den Beton zu verdichten, anschliessend schön abreiben und Glatt ziehen.

  8. #8
    Forenmitglied Avatar von DOC80
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    Standard AW: Bodenplatte - Rundpool - Diskussion - Anregungen

    Frag doch mal deinen Betonlieferanten nach einer Betonpumpe oder einer Schlauchpumpe. Machbar ist da beides, halt nur ne Frage des Geldes...

  9. #9
    Administrator Avatar von Antonius
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    Standard AW: Bodenplatte - Rundpool - Diskussion - Anregungen

    Soweit mir bekannt ist, kostet die Betonpumpe in der Stunde um die 250 €

    bis dahin, alles wird gut und freundliche Grüße aus dem Münsterland
    @ntonius

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  10. #10
    Forenmitglied Avatar von schulle1311
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    Standard AW: Bodenplatte - Rundpool - Diskussion - Anregungen

    Hallo Antonius,

    Deinen Beitrag habe ich bereits ausgiebig gelesen

    Allerdings habt Ihr ja selber gemischt. Grundsätzlich wäre das auch eine Option, wenn auch für mich mit viel Umstand verbunden. Wenn ich das auf den Fotos richtig sehe, hast Du das ganze abschnittsweise gemacht. Fängt der Beton, den Du als erstes verarbeitet hast, nicht schon an abzubinden, während Du weiterbetonierst? Verbinden sich die Teilabschnitte dann noch vernünftig?

    Warum wird der Schotter denn nicht verdichtet? Ich dachte immer, das wäre für die Festigkeit des Untergrundes total wichtig...

    Fragen über Fragen, aber danke für die geduldigen Antworten

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