Hallo,
wir bekommen (Morgen, au weia) eine neue Heizung mit Solarunterstützung für Warmwasser und Heizung. Solarteil nicht wirklich groß (9 qm), aber halbwegs leistungsfähig (Vakuumröhren). 750l bi/multivalenter Pufferspeicher. An die Anlage sollte dann auch ein Wärmetauscher für den Pool. Nachdem ich den voraussichtlichen Preis gehört hatte für so einen Tauscher mit Einbindung in die Heizungssteuerung und Pumpe etc. pp. - werden nun erst einmal nur die Rohre gelegt und ich will noch einmal über kostengünstigere Lösungen nachdenken. Es macht für mich keinen Sinn, einen 20 Kubikmeter Quickup-Pool für wenige hundert Euro hinzustellen und für die Heizung dann eine diverse Kiloeuro teure Zusatzanlage zu installieren.
Wobei mir noch unklar ist, wie der Heizungsbauer den Tauscher anschließen will. Die Steuerung kann einen Zusatzheizkreis mit Sensor und Pumpe - aber wie ich es verstanden habe, sollte nur die überschüssige Solarenergie in den Pool. Was hieße, der Wärmetauscher säße im Solarkreis, nicht am Pufferspeicher bzw. am Heizkreis oder Warmwasserkreis. Für die überschüssige Energie ist das sicher am effizientesten. Aber wenn Solar nicht ausreicht oder nicht vorhanden ist, kann ich den Pool nicht mehr heizen. Also doch besser an den Pufferspeicher. Der hat dann zwar nur 55 Grad Vorlauftemperatur, aber dann kann ich auch ohne Sonne mit Erdgas den Pool heizen. In den Handbüchern des Heizungsherstellers steht natürlich die Nonplusultra-Anlage: Zwei Wärmetauscher mit Ventilumsteuerung. Einer im Solarkreis, einer im Heizkreis. Aber dann würde es noch erheblich teurer.
Wenn ich es recht verstanden habe, geht die Solaranlage in den Pufferspeicher, daraus werden Heizkreis und Warmwasser gespeist (keine Rücklauftemperaturanhebung, sondern parallel nachgeheizter Puffer/Kombispeicher - die Heizungsfachleute werden die Begriffe kennen, für mich sind das teils noch böhmische Dörfer).
Nun ist meine simple Idee, einfach einen fertigen Wärmetauscher für Pools mit integrierter Pumpe, Durchfluss-Sensor, und Temperaturregelung, in den Heizkreis vor der Pumpe zu den Heizungen hineinzutun. Dann bekomme ich die Solarenergie und bei Bedarf die Heizenergie. Die Pumpe schaltet sich automatisch ein, wenn ich die Filterpumpe anschalte - was dann natürlich nicht mehr Nachts geschehen sollte oder dann nur zum Umwälzen unter Umgehung des Wärmetauschers. Klar habe ich dann keine optimal effiziente Anlage, aber ich kann auch mit Gas heizen. Und solche Wärmetauscher sind nicht allzu teuer im Vergleich zu den Tauschern/Pumpen/Steuerungen des Heizungsherstellers.
Es gibt hier im Shop ja diese Zodiac PSA Heat Line (20kW, 40kW, 70kW) - gleich mit Titan, um sich den Weg einer Salzchlordosieranlage nicht zu verbauen. Rechne ich mit jetzt 20 bis später vielleicht mal 40 Kubikmetern Wasser und einer Vorlauftemperatur von 55 Grad, bin ich beim nächsten Problem Die Tauscher bringen bei der Vorlauftemperatur viel weniger, also braucht man einen größeren Tauscher. Gucke ich allerdings die Empfehlungen des Herstellers an (PSA Katalog 2008), bezogen auf Vorlauftemperatur, Poolgröße, Witterungszone - lande ich mit 55 Grad Vorlauf knapp beim kleinsten, 20kW - was ich kaum glauben kann. Bei 45 Grad Vorlauf sicher beim 40kW.
Hat jemand hier Erfahrungen mit den Zodiac Heat Line Tauschern?
Ach ja, der Hersteller selbst schreibt irgendwo was von "gelegentlicher Schwimmbadnutzung" - bei Dauernutzung empfehle er eine Wärmepumpe. Also vielleicht das Optimum doch eher Solarwärmetauscher im Solarkreis plus Wärmepumpe? - Ich dachte bisher, dass Erdgas plus Solar günstiger ist. Sonst würde man ja auch eine Wärmepumpenheizung einbauen für das Haus ... hmmm.
Und dann gibt es noch spezielle Wärmetauscher für niedrige Vorlauftemperaturen. Was ist denn das nun wieder? Die Physik wird man kaum umgehen können ...
Gruß,
Miky.



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