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Thema: Korrosionsschutz Stahlwandpool mittels Anode

  1. #1
    Diamant Mitglied Avatar von redbaron
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    Standard Korrosionsschutz Stahlwandpool mittels Anode

    Hallo!

    Nach gründlicher Rechereche startet nun mein Projekt "ich will keinen Rost an meiner Stahlwand"
    Da ja nunmal die verzinkte Stahlwand an Skimmer und UWS, wenn auch nur minimal, Kontakt zum Chlorwasser hat, wird dort über kurz oder lang Rost auftauchen.
    Ob nun sichtbar oder unsichtbar zwischen den Dichtungen.

    Durch die im Pool befindlicher Edelstahlteile wird dieses zusätzlich begünstigt, da nun der Zink auf der Wand das schwächste Glied darstellt, und die Teile alle über die Erdung miteinander verbunden sind.
    Abhilfe soll hier eine Magnesiumanode bringen, die ebenso an die Erdung angeschlossen wird, und somit das neue, schwächste Glied darstellt.

    Nun geht es nur noch um die praktische Umsetzung.
    Einen Magnesiumblock unten an die Leiter schrauben, wäre die einfachste Lösung, kommt aber wegen der Zersetzung des Magnesiums und der damit einhergehenden Verschmutzung nicht in Frage.
    Daher werde ich eine Stabanode benutzen, die normalerweise in Warmwasserboilern der Brauchwassererwärmung im Haus ihren Dienst tut.
    Diese wird in eine etwa 50er Rohr eingeschraubt, das nach oben offen und rundum zur besseren Durchströmung gelocht ist.
    (Daher auch meine Fragen in dem anderen Thread nach weissen Rohren und Kappe)
    Nun finde ich keine 50 Klebekappe in weiß
    In den Staaten habe ich auch schon geschaut, da gibt es aber nur zöllige Maße, und der Versand von Rohren ist mir erheblich zu teuer.
    Gefunden habe ich noch eine Alternative, und zwar PVC Kleberohr in 50,8mm, heisst "Variovac", und ist normaler Weise für Zentralstaubsaugeranlagen....hört sich zwar komisch an, aber ich denke, für diesen Zweck wird es reichen

    Wenn dieses Rohr mitsamt Anode fertig ist, soll es seitlich an der Leiter befestigt werden, und die Anode mittels Kabel an einer Stufenbefestigung der Leiter mit an die Erdung angeschlossen werden.

    Da jetzt noch keine Leiter im Wasser ist, soll das Rohr zunächst mit einem provisorischen Kabel an die Erdungskontakte der Leiter angeschlossen werden.
    Und nun "Feuer frei" für Meinungen und Anregungen

    Hier noch eine Skizze der Konstruktion:


    anode1.jpg

  2. #2
    Administrator Avatar von Harri
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    Standard AW: Korrosionsschutz Stahlwandpool mittels Anode

    Hi Frank,
    wenns so einfach wäre,...

    Ich nehme mal meinen Wasserboiler als Beispiel.
    Dieser ist Stahlbehälter und von innen emailliert. Bei der Montage vor 11Jahren wurde vom Installateur verzinkte Rohrverschraubungen verwendet.
    Vor ein paar Wochen mußte ich nun, aufgrund Problemen mit der Wasserversorgung, den Boiler öffnen.
    Die Anode war zwar starken Verbrauch anzusehen, aber der Boiler ansich noch in Ordnung, aufgrund der intakten Emaillieschicht. Lediglich die verzinkten Verschraubungen waren von Rost und Kalk so stark zugesetzt, das dort nur noch ein ca. 3mm großes Loch vorhanden war. Klar, in der Hauptsache hatte sich hier Kalk abgesetzt, aber Rostfrei war diese Stelle nicht.
    Sicherlich hilft die Opferanode dabei Korrosion zu minimieren, aber vollständig verhindern kann sie es scheinbar nicht.

    Ich glaube nicht das es so einfach ist, im Pool die Korrosion zu verhindern, aber schaden kann es erst mal nicht und ein Versuch ist es wert.
    Du musst nur schauen, das das verbrauchte Material sich in deinem Rohr absetzen kann und nicht in den Pool gelagt. Evtl. könnte es dort zu Flecken kommen.
    Ich habe übrigens jetzt eine wartungsfreie, elektronische Anode eine "Fremdstromanoden" in dem Boiler eingebaut, welche sich nicht mehr verbraucht und somit keine Verbrauchsstoffe anfallen.
    Sonnige Grüße
    Harri
    ADMIN TEAM POOLPOWERSHOP-FORUM
    email:harri-m@poolpowershop-forum.de

  3. #3
    Diamant Mitglied Avatar von redbaron
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    Standard AW: Korrosionsschutz Stahlwandpool mittels Anode

    Stimmt, so eine Fremdstromanode war auch in der Überlegung, weil deutlich effektiver.
    Aber ich möchte ungern wieder mit Strom an den Pool, auch wenn ich dafür einen kleinen Sicherheitstrafo verwenden könnte...
    Das mit dem Boiler ist so eine Sache, die Anode soll dort dazu dienenn unvermeidliche Fehlstellen in der Emaille Schicht zu schützen, also Stahl.
    Daher werden dort hauptsächlich Zinkanoden verwendet, die den Stahl dann schützen, aber Zinkteile eben nicht.
    Deshalb gehe ich zu Magnesium.


    Zum Schmutz:
    Ich werde unten in dem Rohr extra noch was Platz lassen, sollte da was abfallen, kann es sich unten sammeln.
    Da gibt es dann auch keine Löcher.

  4. #4
    Platin Mitglied Avatar von mickie1111
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    Standard AW: Korrosionsschutz Stahlwandpool mittels Anode

    Hallo Frank,

    sollte so funktionieren. Magnesium ist unedler als Zink und Eisen bzw. Stahllegierungsbestandteile, somit in Deinem Fall jedenfalls die Anode.
    Du kannst auch überlegen, den Magnesiumstab an der Poolwand befestigen (da Leiter und Poolwand ja sowieso leitend verbunden sind). Je nachdem, was leichter geht.
    Das verzinkte Stahlwandpool kann aber nicht nur innen, also an der Wasserseite korrodieren, sondern auch an der Außenseite, also dort, wo es im Erdreich versenkt ist. Selbst wenn Styrodur und Magerbeton zwischen Erde und Pool sind, kann trotzden ein Korrosionsstrom fließen. Auch hier wäre eine Magnesium-Anode von Vorteil. Diese schützt dann die Verzinkung vor Korrosionsströmen im Boden, die durch die Erdung (nehme an Dein Erder ist aus Stahl, Kupfer wäre noch schlechter) entstehen.
    Ich würde einen Magnesiumblock am Erdungsanschluss der Stahlwand dazuschließen und vergraben (gut einschlämmen nicht vergessen).

    Wenn alles fertig ist, nimm ein empfindliches Messgerät und prüfe die Potentialdifferenz und ob ein "Schutzstrom" fließt. Die Ströme sind sehr niedrig (50-200 Mikroampere) und die Potentialdifferenz ist je nach verwendeter Metallkombination in der Größenordnung von ein paar Zehntel Volt. Natürlich musst Du dann das Messgerät zwischen Magnesiumanode und Stahlwand schalten, um den Strom messen zu können.



    LG Michael
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    Liebe Grüße aus Graz
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  5. #5
    Platin Mitglied Avatar von mickie1111
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    Standard AW: Korrosionsschutz Stahlwandpool mittels Anode

    Zitat Zitat von redbaron Beitrag anzeigen
    Stimmt, so eine Fremdstromanode war auch in der Überlegung, weil deutlich effektiver.
    Etwas noch.
    So eine Fremdanode geht sicher auch, muss aber im Poolwasser chemisch inert sein. D.h. nachdem Gold und Platin zu teuer ist , wird häufig Graphit verwendet. Dieser wäre aber auch eine potenzielle Verschmutzungsquelle, da von grau bis schwarzer Eigenfarbe.

    LG
    Michael
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    Michael

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  6. #6
    Diamant Mitglied Avatar von redbaron
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    Standard AW: Korrosionsschutz Stahlwandpool mittels Anode

    Zitat Zitat von mickie1111 Beitrag anzeigen
    Hallo Frank,

    sollte so funktionieren. Magnesium ist unedler als Zink und Eisen bzw. Stahllegierungsbestandteile, somit in Deinem Fall jedenfalls die Anode.
    Du kannst auch überlegen, den Magnesiumstab an der Poolwand befestigen (da Leiter und Poolwand ja sowieso leitend verbunden sind). Je nachdem, was leichter geht.
    Das verzinkte Stahlwandpool kann aber nicht nur innen, also an der Wasserseite korrodieren, sondern auch an der Außenseite, also dort, wo es im Erdreich versenkt ist. Selbst wenn Styrodur und Magerbeton zwischen Erde und Pool sind, kann trotzden ein Korrosionsstrom fließen. Auch hier wäre eine Magnesium-Anode von Vorteil. Diese schützt dann die Verzinkung vor Korrosionsströmen im Boden, die durch die Erdung (nehme an Dein Erder ist aus Stahl, Kupfer wäre noch schlechter) entstehen.
    Ich würde einen Magnesiumblock am Erdungsanschluss der Stahlwand dazuschließen und vergraben (gut einschlämmen nicht vergessen).

    Wenn alles fertig ist, nimm ein empfindliches Messgerät und prüfe die Potentialdifferenz und ob ein "Schutzstrom" fließt. Die Ströme sind sehr niedrig (50-200 Mikroampere) und die Potentialdifferenz ist je nach verwendeter Metallkombination in der Größenordnung von ein paar Zehntel Volt. Natürlich musst Du dann das Messgerät zwischen Magnesiumanode und Stahlwand schalten, um den Strom messen zu können.



    LG Michael

    OK, das mit dem Magnesiumblock kann ich am gemeinsamen Erder erledigen, oder?
    An der Stahlwand selber komme ich nicht mehr an den Erdungspunkt, da hinter Beton....
    Das mit dem empfindlichen Messgerät muss ich mal überlegen, ich habe nur ein handelsübliches Multimeter, ich glaub, das kann das nicht.
    Vlt. kann ich mir das noch wo leihen
    Danke für die Tipps!!

  7. #7
    Platin Mitglied Avatar von mickie1111
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    Standard AW: Korrosionsschutz Stahlwandpool mittels Anode

    Ja Du kannst sicher auch den gemeinsamen Erder verwenden.

    Die Strommessung ist sehr aufschlussreich. Und zwar aus folgendem Grund.
    Sobald Du einen Strom messen kannst, bedeutet das, dass der Stromkreis geschlossen ist. Also die "galvanischen Elemente" Stahlwand/Leiter/Wasser oder Stahlwand/Erder/Boden arbeiten also und liefern Strom. In diesem Fall ist es dann wichtig, welcher Teil die Anode und welcher die Kathode dieser "Batterie" ist. Für den theoretischen Fall, dass das Wasser nirgendwo Kontakt zur Stahlwand haben sollte (Stromkreis offen), müsste der Strom zwischen Stahlwand und Leiter gleich Null sein. Dieser Fall ist aber wie gesagt unwahrscheinlich. Daher müsstest Du Potentialdifferenz und Strom zwischen Leiter und Stahlwand messen können.

    Bin gespannt, was Du berichtest.
    Wenn ich mir auch einmal ein Stahlwandpool zulegen sollte. würde ich ähnlich vorgehen.
    Vielleicht ist es kein 1000% Schutz, sollte aber jedenfalls besser sein, als gänzlich ohne Korrosionsschutz.

    LG
    Michael
    Geändert von mickie1111 (19.12.2011 um 12:59 Uhr)
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    Michael

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  8. #8
    Silber Mitglied Avatar von Fussbad
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    Standard AW: Korrosionsschutz Stahlwandpool mittels Anode

    Zitat Zitat von redbaron Beitrag anzeigen
    Hallo!

    (Daher auch meine Fragen in dem anderen Thread nach weissen Rohren und Kappe)
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    anode1.jpg
    Hallo Frank,
    kannst du nicht eine Einströmdüse als Gehäuse umbauen, das Teil hat doch 50mm Maß und Rohr mit Fittings gibt es auch bei......xxxxxxxx
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    Grüße aus dem Werra-Meißner-Kreis
    von Walter
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  9. #9
    Silber Mitglied Avatar von Fussbad
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    Standard AW: Korrosionsschutz Stahlwandpool mittels Anode

    Hab in der Eile noch den Text vergessen...Weiße Fittings und Rohr d 50 Ü.muffennippel d 50 x 1 1/2" AG....... und dann die Einströmdüse mit 1 1/2" IG darauf.
    In das Düsenloch eine Kabeleinführung für den Anschluss an die Poolleiter. PVC-Kleber macht die Düse fest.
    Ginge doch oder ?
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    Grüße aus dem Werra-Meißner-Kreis
    von Walter
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  10. #10
    Diamant Mitglied Avatar von redbaron
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    Standard AW: Korrosionsschutz Stahlwandpool mittels Anode

    Ginge, klar, aber das Rohr muss von unten absolut dicht sein, damit nichts rausfällt, und zum anderen muss ich mittig die Anode mit ihrem 8mm Gewindebolzen befestigen.
    Da wäre eine normale Kappe am einfachsten, zumal die sich später auch gut reinigen lassen wird, weil es keine engen Ecken und Kanten gibt.
    Aber trotzdem ne gute Idee....

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