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Thema: Täglich Frischwasser: Nicht nur zum Schmutz verdünnen?

  1. #1
    Forenmitglied BRotondi ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Standard Täglich Frischwasser: Nicht nur zum Schmutz verdünnen?

    Guten Morgen allerseits

    Das tägliche Frischwasser kompensiert Verdunstung / Rückspülen etc. und soll nicht entfernbare Belastungen verdünnen.
    Zitat Zitat von Andy Beitrag anzeigen
    Die Cyanursäure kannst Du damit nicht verringern oder beseitigen. Dagegen hilft nur die regelmäßige Zuführung von Frischwasser.
    Wenn ich auf 10m^3 (10'000l) 150l Frischwasser gebe, reduziert das Cyanursäure etc. doch gerade mal um 1.5%! Und selbst nach 10 Tagen (98.5%^10) erreiche ich gerade mal eine Reduktion von 14%.

    Übersehe ich etwas? Hat die Frischwasserzufuhr z.B. auch eine katalysatorische Wirkung?

    Merci!
    Bruno
    Geändert von BRotondi (25.08.2010 um 13:07 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Täglich Frischwasser: Nicht nur zum Schmutz verdünnen?

    In einem Qick wird das Thema Cyanursäure kein Thema sein, da das Wasser jedes Jahr erneuert wird.

    Bei Becken die gefüllt überwintern, wird der Wasserspiegel im Herbst um etwa 20 % abgesenkt. Da ist schon einmal ein Wasseraustausch vorhanden.

    Mit 4 min Rückspülen und 1 min Nachspülen sind es jedesmal noch einmal über 400 l (bei einer 5 m³) Pumpe. Also etwas mehr als Du gerechnet hast.
    Die DIN 19643 fordert einen Wasseraustausch von 30 Litern pro Tag und Badegast in öffentlichen Bädern. An diese Forderung sollten wir uns auch halten, denn diese wird ausreichend sein.

    Um letztendlich Gewissheit zu haben, würde nur eine Messung Aussagen treffen können.

    Natürlich verdünnt diese Frischwasserzufuhr auch andere Rückstände im Wasser.


  3. #3
    Forenmitglied BRotondi ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Standard AW: Täglich Frischwasser: Nicht nur zum Schmutz verdünnen?

    Merci für die Infos! Vor allem, dass bei jährlichem 100%-Wechsel das Thema erledigt ist, beruhigt natürlich. Hatte mal etwas gelesen, dass bereits nach 5 Tabletten der Grenzwert überschritten werden kann, mir dann aber keinen Reim bzw. keine Rechnung darauf bilden können, wie man in so kurzer Zeit genügend Wasser ersetzen kann... Gehe mal von einem Rechenfehler oder Missverständnis aus.

    Wünsche viel Spass im Pool! (Wetter stimmt ja )
    Bruno

  4. #4
    Forenmitglied BRotondi ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
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    Standard AW: Täglich Frischwasser: Nicht nur zum Schmutz verdünnen?

    Zitat Zitat von BRotondi Beitrag anzeigen
    Übersehe ich etwas? Hat die Frischwasserzufuhr z.B. auch eine organisatorische Wirkung?
    Sollte natürlich katalysatorische Wirkung heissen. (nun korrigiert) D.h. gelangen mit dem Frischwasser z.B. auch Stoffe in den Pool welche mehr bewirken, als man prozentual berechnen würde? Oder tut der "Kälteschock" dem warmen Poolwasser gut?

    Vermute aber, dass sich alles im Wesentlichen auf Andy's erweiterte Rechnung reduziert: Es kommt rein auf die prozentuale Verdünnung an, welche wichtig ist, wenn das Wasser länger als ein Jahr erhalten bleibt.
    Geändert von BRotondi (25.08.2010 um 15:11 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Täglich Frischwasser: Nicht nur zum Schmutz verdünnen?

    Das auch eine katalysatorische Wirkung eintritt, habe ich noch nicht gelesen. Auch sonstige Stoffe die dann neu in das Wasser kommen, dürften keine Rolle spielen.

    Dem Thema Cyanursäure sollte man unbedingt Augenmerk schenken und wissen das es diese Säure gibt. Aber so schlimm wie mit den 5 Tabletten ist es nicht .


  6. #6
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    Standard AW: Täglich Frischwasser: Nicht nur zum Schmutz verdünnen?

    Habe gerade mal etwas im Netz gestöbert, weil mich das Thema auch interessiert.
    Da habe ich folgenden Text gefunden:

    "Reines Chlor würde sich sehr schnell abbauen. Es würde sofort mit Schmutz, Bakterien etc. reagieren. Um das zu verhindern, wird dem Chlor Cyanursäure als Stabilisator beigegeben. Es schützt das Chlor gegen schnellen Verfall durch UV-Strahlen und gegen zu schnelle Reaktionen mit Bakterien und Verschmutzungen.

    Dieses Chlor mit Cyanursäure nennt man auch stabilisiertes Chlor oder organisches Chlor. Es wird vornehmlich verwendet um eine gleichmäßige Chlorierung des Wassers zu erreichen.

    Bei der Benutzung von organischem Chlor tritt jedoch der Effekt der Überstabilisierung auf. Bei ständiger Benutzung von organischem Chlor baut sich das Chlor permanent ab, der Cyanursäureanteil baut sich aber nicht ab und steigt im Wasser. Dadurch wird das freie Chlor blockiert und kann nicht mehr wirken. Das Wasser kann sich grünlich verfärben und "umkippen".


    Bei höheren Konzentrationen der Cyanursäure im Whirlpoolwasser (ab etwa 40 mg/l) muss die Dosierung von chlorbasierten Desinfektionsmitteln erhöht werden, um eine gleichbleibende Keimtötung zu erzielen.
    Durch diesen Effekt des Cyanursäure-Überschusses kann es passieren dass man immer mehr Chlor in das Wasser gibt aber es wirkt nicht mehr. In diesem Fall muss man das Wasser mit einer Schock-Desinfektion behandeln. Dabei wird dem Wasser eine hohe Menge an anorganischem Chlor oder einem chlorfreiem Schockmittel wie "*****" zugesetzt. Dadurch wird die Cyanursäure abgebaut und das Chlor kann wieder ungehindert wirken."

    Wenn das stimmt, wäre man diese Cyanursäure ja relativ einfach wieder los....
    Gruß, Frank





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    poolbau 2

  7. #7
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    Standard AW: Täglich Frischwasser: Nicht nur zum Schmutz verdünnen?

    Das ist nun eine sehr interessante Betrachtung - bzw. eine Formulierung welche zum viel gelesenen plötzlich Sinn ergibt und zu neuen Gedanken anregt:

    Sobald genügend Cyanursäureim Pool ist, könnte man mit unstabilisiertem Chlos weiter arbeiten. Der Stabilisator ist nun ja vorhanden. Problematisch ist dabei, wohl die Messung der Cyanursäure...

  8. #8
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    Standard AW: Täglich Frischwasser: Nicht nur zum Schmutz verdünnen?

    Dann einfach nur noch anorganisches Chlor verwenden ist nicht die Lösung. Dieses reichert das Poolwasser stetig mit Kalk an und erhöht den pH-Wert.
    Das Cyanursäure durch anorganisches Chlor abgebaut wird, halte ich aber für eine nicht belegbare Behauptung.
    Hier hat evt. der Verfasser etwas mit den Chloraminen / gebundenem Chlor verwechselt. Diese werden durch eine Schockchlorung abgebaut und nichts anderes ....


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