Andys Empfehlung für die Wasserpflege - Poolwasser zum wohl fühlen
Stellen Sie sich vor, Sie müssten alle zwei Wochen Ihr Wasser im Pool wechseln, weil das Poolwasser trübe, veralgt, mit kleinen Krabbeltieren verschmutzt ist oder der Poolboden und die Poolwände glitschig sind. Damit würden erhebliche Arbeits- und Wasserkosten auf Sie zukommen.
Mit der richtigen Wasserpflege wird Ihr Wasser von Verunreinigungen befreit und Sie können sich jederzeit im sauberen Wasser wohl fühlen.
Für die Pflege Ihres Privatpools empfehle ich die Verwendung von Chlor- und Sauerstoffprodukten.
Folgende Arbeitsschritte für den Erhalt einer hohen Wasserqualität sind durchzuführen:
1. pH-Messung und Regulierung
2. Desinfektion
3. Algenvorbeugung, -bekämpfung
4. Flockung
5. Reinigung Poolfolie und Sandfilter
Außerdem ist regelmäßig
- grober Schmutz von der Wasseroberfläche mit dem Kescher zu entfernen (möglichst täglich)
- der Beckenboden zu saugen (mindestens 1x wöchentlich, bei Bedarf öfters)
- der Sandfilter rückzuspülen (mindestens 1x wöchentlich)
- das Sieb im Skimmer und in der Pumpe reinigen (mindestens 1x wöchentlich, bei starkem Laubfall etc. täglich)
- die Poolfolie von festen Ablagerungen zu befreien (alle 2- 3 Monate)
- der Sandfilter mit Filter Shock zu behandeln (alle 3 Monate)
1. pH-Messung und Regulierung
Nach dem Einfüllen des Wassers ist unbedingt der pH-Wert zu prüfen. Dabei wird eine Wasserprobe und eine Reagenztablette in den Pooltester gegeben und der pH-Wert abgelesen. Die digitale Messung ist ebenso möglich z. B.
Digitales Meßgerät für Chor und pH-Wert - Messung
bzw "analog" mit dem
Pooltester Chlor und pH
Die Messung ist am Anfang täglich, dann alle 3 - 4 Tage durchzuführen. Nach etwa 2 Wochen genügt die wöchentliche Prüfung. Bei starken Niederschlägen und beim Auffüllen größerer Wassermengen sollte eine Zwischenprüfung erfolgen.
Der ideale pH-Wert liegt zwischen 7,0 und 7,4. Alle Produkte für die Wasserdesinfektion (Chlor, Sauerstoffprodukte) wirken nur in diesem Bereich optimal. Dann müssen Sie diese auch nur in der geringstmöglichen Menge zugeben und ersparen sich eine zu hohe Chlorbelastung des Poolwassers.
Ein zu niedriger pH-Wert kann zu Korrosionsschäden an Leiter und Filterpumpe führen. Ist der pH-Wert zu hoch, können Hautreizungen und Kalkablagerungen an der Poolfolie auftreten.
Die pH-Wert-Regulierung erfolgt mit einem pHminus- oder einem pHplus-Produkt (Granulat oder Flüssigkeit). Dieses wird in der erforderlichen Menge (siehe Produktbeilage) in einem Behälter mit Wasser gemischt und anschließend dem Poolwasser zugesetzt.
2. Desinfektion
Durch Blätter, Gräser, Ungeziefer und Badegäste gelangen Schmutz, Keime und Bakterien in das Poolwasser. Bei Wassertemperaturen über 20° C vermehren sich Keime und Bakterien sehr schnell.
Die Wasserdesinfektion führe ich wie folgt durch:
Nach dem Einfüllen des Wassers in den Pool und der pH-Wert-Einstellung wird eine Stoßchlorung durchgeführt. Dazu wird Chlorgranulat (gem. Produktbeilage) in einem Eimer mit Wasser gelöst und am Beckenrand entlang zugegeben.
z.B. Chlorgranulat Bayrol
Nachdem sich das Chlor gut mit dem Poolwasser vermischt hat, eine Wasserprobe entnehmen und mit einer Reagenztablette in den Pooltester gegeben. Den Chlor-Wert ablesen. Bei Bedarf mehr Chlor zusetzen.
Bei der Erstbefüllung mit Trinkwasser kann der Chlor-Wert mit einer Stoßchlorung bis auf 3,0 mg/l angehoben werden.
Anschließend beträgt der ideale Chlor-Wert 0,6 - 1,0 mg/l.
Dieser lässt sich leicht mit Chlortabletten einstellen, die in den Größen 20 g und 200 g erhältlich sind und sich in Abhängigkeit von der Wassertemperatur und der Verschmutzung des Wassers langsam auflösen.
Chlortabletten Bayrol 20 g
Chlortabletten Bayrol 200 g Nach der Stoßchlorung bevorzuge ich anstelle von Chlor die Verwendung von Aktivsauerstoff. Das Wasser ist damit angenehm weich und geruchsfrei. Der Aktivsauerstoff wird wie die Chlortabletten in den Skimmer gegeben.
z.B. Sauerstofftabletten
Der ideale Sauerstoffgehalt beträgt 3,0 - 8,0 mg/l. Für die Messung des Sauerstoffgehaltes wird eine Wasserprobe und eine Reagenztablette in den Pooltester gegeben und der Sauerstoffgehalt abgelesen.
Bei auftretenden Trübungen setze ich bei Bedarf eine entsprechende Menge Chlor zu. Ein Wechsel bzw. gleichzeitiger Gebrauch zwischen den Produkten Chlor und Sauerstoff ist möglich.
Wichtig:
- Ohne optimale Einstellung des pH-Wertes wirken die Produkte nicht optimal
- Chlortabletten niemals direkt in den Pool geben. Ansonsten entstehen Bleichflecken in der Poolfolie.
3. Algenvorbeugung, -bekämpfung
Damit es nicht zum Algenbefall kommt, Desalgin vorbeugend einsetzen - besonders bei hohen Wassertemperaturen.
Bei glitschigem Beckenboden oder Beckenrand bzw. grünlicher Wasserfarbe ist eine Algenbekämpfung durchzuführen.
Falls die Beläge schon fest sitzen, diese mit einer Bürste lösen, auf den Boden absetzen lassen und mit dem Bodensauger entfernen.
Dem Wasser Desalgin zugeben (gem. Produktempfehlung). Bei hartnäckigem Befall ist eine Schockchlorung durchzuführen.
Algenmittel Bayrol
Der Sandfilter sollte häufig zurückgespült werden.
4. Flockung
Der Sandfilter entfernt keine feinen Schwebeteilchen und Trübstoffe. Durch ein Flockungsmittel (Flockkartuschen bzw. flüssige Mittel) werden diese zu größeren Flocken zusammengeballt und somit filtrierbar gemacht.
Ich empfehle die Anwendung alle 14 Tage.
Die Flockung ist nur bei Sandfiltern möglich. Ein Kartuschenfilter verstopft sofort.
Der Sandfilter muß dabei häufig zurückgespült werden.
Flockkartuschen von Bayrol
5. Reinigung Poolfolie und Sandfilter
Für die Reinigung der Poolfolie empfehle ich in regelmäßigen Abständen die Anwendung von Bayrol Randfix. Ablagerungen auf der Poolfolie lassen sich damit mühelos beseitigen.
Der Sandfilter sollte ab und zu mit Bayrol Filter Shock behandelt werden.
Alle Wasserpflege- und Reinigungsmittel gibt es auch in größeren Abpackungen zu kaufen - dann wird es günstiger.
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