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Thema: Brunnenwasser richtig zuführen

  1. #1
    Silber Mitglied Avatar von netcrawler
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    Standard Brunnenwasser richtig zuführen

    Nabend,

    ich habe heute mit einem Bekannten der seit Jahren einen Pool hat gesprochen, und ein zwei Fragen eingeworfen.
    Er hat mir erklärt wie er sein Brunnenwasser zuführt.
    Vor der Pumpe hat er ein T-Stück montiert, und dort ein Reduzierstück eingeklebt.
    Hier geht er mit seinem Gartenschlauch aus dem Brunnen ran, und lässt somit langsam das Brunnenwasser über den Filter in den Kreislauf ein.
    Die Filterpumpe läuft in dieser Zeit natürlich. Finde die Idee gar nicht so übel. Unser Wasser ist sehr eisenhaltig und ich hab schon mehrere Pools gesehen,
    auf dessen Boden erhebliche Eisenrückstände zu sehen waren.
    Was haltet Ihr von dieser Vorgehensweise, bzw. spricht da was dagegen oder ist das totaler Quark?

    Danke und Gruß
    Markus

  2. #2
    Administrator Avatar von Harri
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    Standard AW: Brunnenwasser richtig zuführen

    So weit ich weiß, wird das Eisen erst im großen Maße aus dem Wasser ausgefiltert wenn es ausfällt, das heißt wenn es sich mit Sauerstoff zu Eisenoxid oder mit Chlor zu Eisenchlorid gebunden hat.
    Brunnenwasser muss nicht unbedingt stark Eisenhaltig sein, evtl. ist das bei deinem Bekannten so.
    Die Einleitung vor dem Filter schadet aber nicht, so kann dann auch kein Schmutz, Sand aus dem Brunnen in den Pool gespült werden.
    Ich würde aber unbedingt ein Druckminderer davor setzen. Denn falls mal durch einen dummen Zufall ein Ventil geschlossen ist und die Brunnenpumpe mehr als 2bar bringt, dann könnte etwas Schaden nehmen.
    Geändert von Harri (07.10.2011 um 22:33 Uhr)
    Sonnige Grüße
    Harri
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  3. #3
    Diamant Mitglied Avatar von redbaron
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    Standard AW: Brunnenwasser richtig zuführen

    Ich habe auch eine Einspeisung für mein Frischwasser gebaut, das von der Brunnenpumpe kommt.
    Der Zulaufschlauch ist über einen Hahn und eine Anbohrschelle an der Leitung zwischen Filter und Pool angeschlossen.
    Auch mein Brunnenwasser ist sehr eisenhaltig, aber da ich darüber "nur" nachfülle, habe ich in der vergangenen Saison keinerlei Trübung feststellen können.
    Funktioniert tadellos, ich lasse das Wasser immer mit eingeschalteter Filteranlage zulaufen, ohne Solaranlage.
    Das einzige was man bemerkt, ist, dass der Druck im Wegeventil um 0,1bar ansteigt, durch den erhöhten Widerstand des zulaufenden Wassers.

    DSCI0081.jpg

    Füllhahn - Kopie.jpg

  4. #4
    Silber Mitglied Avatar von netcrawler
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    Standard AW: Brunnenwasser richtig zuführen

    genau, die Idee mit der Anbohrschelle hatte ich auch.

    zwischen Filter und Pool angeschlossen.
    ok, du hast das also nur zur bequemen Art des Nachfüllen gebaut.
    vor den Filter wolltest du den Einlass nicht machen?

    @Harri
    Druckminderer ist ne gute Idee

  5. #5
    Moderator Avatar von h2ofan
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    Standard AW: Brunnenwasser richtig zuführen

    Der normale Sandfilter kann das gelöste Eisen nicht rausfiltern. Er hält nur Sandpartikel zurück, die von einem (schlecht gebauten) Brunnen kommen können. Ich selbst verwende auch Brunnenwasser und fülle ganz einfach mit dem Schlauch in den Pool. Sandeintrag habe ich keinen. Eisen und Mangan auch nicht. Bei Eisen im Wasser hilft am besten die radikale Methode: Schockchloren bis die Suppe richtig braun ist, dann ein paar Tage durchfiltern. Dann ist das Eisen raus. Ein Flockmittel hilft noch unterstützend mit.
    Gruß aus Köln, Frank

    " Nur bewegtes Wasser ist gutes Wasser "
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    e-Mail: h2ofan@poolpowershop-forum.de

  6. #6
    Diamant Mitglied Avatar von redbaron
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    Standard AW: Brunnenwasser richtig zuführen

    Ich bin bewusst in die Druckleitung zum Pool gegangen, weil ich eine mögliche Undichtigkeit in der Saugseite vermeiden wollte.
    Braun wird bei mir wie gesagt nichts da die Wassermenge zu gering ist.
    Und wenn die Solaranlage abgeschaltet ist, kann sich dort auch kein höherer Druck aufbauen, da die Leitung zum Pool dann vollkommen frei ist.

    Solltest du natürlich komplett mit (eisenhaltigem) Wasser füllen, musst du dieses dann ausflocken

  7. #7
    Silber Mitglied Avatar von netcrawler
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    Standard AW: Brunnenwasser richtig zuführen

    ok, verstanden
    Danke
    komplett befüllen werde ich den Pool wohl nie mit Brunnenwasser,
    die 50 EUR für die Befüllung mit einem Standrohr sind es mir wert.
    Lediglich für das Auffüllen nach der Rückspülung.

  8. #8
    Platin Mitglied Avatar von mickie1111
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    Standard AW: Brunnenwasser richtig zuführen

    Zitat Zitat von h2ofan Beitrag anzeigen
    Der normale Sandfilter kann das gelöste Eisen nicht rausfiltern. Er hält nur Sandpartikel zurück, die von einem (schlecht gebauten) Brunnen kommen können. Ich selbst verwende auch Brunnenwasser und fülle ganz einfach mit dem Schlauch in den Pool. Sandeintrag habe ich keinen. Eisen und Mangan auch nicht. Bei Eisen im Wasser hilft am besten die radikale Methode: Schockchloren bis die Suppe richtig braun ist, dann ein paar Tage durchfiltern. Dann ist das Eisen raus. Ein Flockmittel hilft noch unterstützend mit.
    <br>


    Es ist so, wie Frank sagt.
    Eisen kann in wäßriger Lösung zwei- und dreiwertig vorliegen. Die zweiwertige Form Fe2+ ist gennerell gut löslich. Wenn man es aber zu Fe3+ oxidiert, z.B. mit Sauerstoff oder Chlor dann bildet sich durch Hydrolyse ein braunes, flockiges Eisenoxid-hydrat, welches unlöslich und somit filtrierbar ist.
    Diese Reaktion ist allerdings pH-Wert abhängig und verläuft nur im alkalischen Milieu gut. Daher den pH ausnahmsweise eher auf höhere Werte stellen oder, wenn man mit Hypochlorid-Lauge arbeitet, den mit der Zugabe verbundenen pH-Anstieg nicht sofort runterstellen, sondern erst, wenn die braune Trübung ausgefiltert ist.
    LG Michael
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    Liebe Grüße aus Graz
    Michael

    "Das Leben kam einst aus dem Wasser, daher gehen wir immer wieder gerne hinein..."

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