RSS-Feed anzeigen

Andy

Auswahl Sandfilteranlage ...

Bewerten
von am 04.03.2019 um 13:02 (3455 Hits)
Die Sandfilteranlage - Des Herzstück der Poolanlage - Aber wie finde ich die richtige?

Vor kurzem schrieb mir jemand folgendes:

Für mein Rundbecken 4,50 x 1,20 m mit 17,5 m³ Wasserinhalt wird mir bei Anbieter xxx eine Sandfilteranlage mit 350 mm Kessel und 12 m³ Pumpenleistung angeboten. Damit ist das Wasser in nicht einmal 2 Stunden sauber. Gem. Aussage des Anbieters kommt durch die kurze Pumpenlaufzeit bei diesem günstigen Angebot noch eine Energieersparnis dazu. Passt das Teil zu meinem Rundbecken?

Ich habe einmal darüber nachgedacht - mit dem Ergebnis das passt nicht. Warum?

Als erstes der Filterbehälter + Pumpe. Diese müssen aufeinander abgestimmt sein und der Durchmesser des Filterbehälters muss im richtigen Verhältnis zur Leistung der Schwimmbadpumpe stehen.
Der Schmutz soll beim Filtern genügend Zeit haben sich im Filtersand abzusetzen und die Filterpumpe muss ausreichend stark sein, um beim Rückspülen den Schmutz aus dem Filtersand zu spülen. Weiterhin muss auch der Wasserdurchsatz stimmen und der Poolinhalt je nach Witterung und Nutzung bis zu 3 mal oder noch öfters am Tag gefiltert werden.

Der Reinigungseffekt für das Poolwasser steigt mit der Zahl der Umwälzungen / Filterungen.


1 Filterung = ca 67 %
2 Filterungen = ca 86 %
3 Filterungen = ca 92 %
4 Filterungen = ca 95 %
erst bei 8 Filterungen = ca 100%


Im genannten Beispiel ist der Durchmesser des Filterkessels zu gering. Die angegebene Pumpenleistung von 12 m³ wird dadurch nie erreicht. Durch die überdimensionierte Pumpe wird die Stromrechnung erhöht.

Das Poolwasser soll im Becken auch möglichst lange in Bewegung sein. Bei einer sehr kurzen Pumpenlaufzeit lagern sich leicht Algen an der Folie an. Weiterhin wird der Oberflächenschmutz auf dem Wasserspiegel (Blätter, Insekten, Blütenstaub) nur während dieser kurzen Pumpenlaufzeit in Richtung Skimmer transportiert und dort abgesaugt. Steht das Wasser still Zeit saugt sich der Schmutz voll Wasser und sinkt auf den Poolboden. Der Reinigungsaufwand steigt und ein erhöhter Verbrauch an Wasserpflegemitteln folgt.
Es empfehlen sich Pumpenlaufzeiten von mindestens 8-12 Stunden ... nach oben ist keine Grenze gesetzt. Es ist gut die Pumpenlaufzeiten mittels einer Zeitschaltuhr auf z. B. 2 Zeitfenster aufzuteilen.

Drehzahlregulierte Pumpen helfen beim "Stromsparen".


Für diese Poolgröße würde eine Sandfilteranlage Sandy 50 mit Speck Pico 5 wesentlich günstiger und besser geeignet sein. Hier stimmen der Durchmesser des Filterkessels und die Leistung der Pumpe.

Was möchte ich also sagen? Bei einer Sandfilteranlage kommt es auf die Abstimmung von Poolgröße, Durchmesser des Filterbehälters, Menge des Filtersandes und Leistung der Filterpumpe an.

Diskrepanzen zwischen diesen Größen führen zu einer schlechteren Filterleistung.

Als Anhalt habe ich folgende Übersicht erstellt:

Filtergeschwindigkeit - Filterkessel.pdf

Bei der Auswahl der benötigten Leistung und Festlegung der Filterdauer sind dann auch noch Faktoren wie Anschluss eines Bodensaugers, Länge und Durchmesser der Rohrleitungen und Solarabsorber zu berücksichtigen.

Für besondere Anforderungen gibt es z.B. sehr leise „Flüsterpumpen“ mit Naßläufermotor. Bronzepumpen sind z. B. sehr laufruhig. Als neuestes werden Filterpumpen mit einstellbarer Fördermenge angeboten. Eine gute Beratung ist also wichtig.

Eine Schwimmbadpumpe sollte immer selbstsaugend sein. Bei der Angabe der Fördermenge ist darauf zu achten bei welcher Wassersäule dieser Wert gilt. In der Regel wird die Fördermenge bei 8m WS angegeben.

Allzeit klares Wasser wünscht Andy

"Auswahl Sandfilteranlage ..." bei Mister Wong speichern "Auswahl Sandfilteranlage ..." bei YiGG.de speichern "Auswahl Sandfilteranlage ..." bei Google speichern "Auswahl Sandfilteranlage ..." bei Webnews speichern "Auswahl Sandfilteranlage ..." bei icio.de speichern "Auswahl Sandfilteranlage ..." bei linkarchiv.at speichern "Auswahl Sandfilteranlage ..." bei My Yahoo speichern "Auswahl Sandfilteranlage ..." bei oneview speichern

Aktualisiert: 04.03.2019 um 13:55 von Andy

Kategorien
Kategorielos

Kommentare

  1. Avatar von Puipe
    • |
    • permalink
    Hallo Andy.
    Du schreibst die Filteranlage sollte selbstsaugend sein.
    Was ist denn der Unterschied zwischen selbstsaugend und selbstansaugend ?
  2. Avatar von renderender
    • |
    • permalink
    In meinen Augen: Keiner! Gibt m.M.n. nur selbstsaugend und NICHT selbstsaugend...
  3. Avatar von Maddin0815
    • |
    • permalink
    Meistens steht die Pumpe ja " unterhalb" der Wasseroberfläche dann bräuchte sie ja nicht selbstansaugend sein. Nur wenn die Pumpe oberhalb der des Beckens steht müsste sie selbstansaugend sein, oder? Wenn also die Anlage gewartet wird und diese dabei leerläuft könnte eine selbstansaugend Pumpe ohne Probleme mit angiessen o.ä. einfach wieder anlaufen.
    Meiner Meinung...... :-)
  4. Avatar von Maddin0815
    • |
    • permalink
    Ok der Poolsauger.... muss man halt drauf achten, das keine Luft im Schlauch ist.
    Habe keine selbstansaugende Pumpe und wenn dort grössere Mengen Luft reinkommen ist natürlich Schluss mit ansaugen...
    dann geht die entlüfterei los
  5. Avatar von boelle
    • |
    • permalink
    Hallo

    Verstehe ich das mit einem Filter, der einen Durchmesser von 40 cm hat brauche ich eine Pumpe, die 5-6 m3 pr stunde durch den Filter schiebt??

    oder wie soll ich das schema verstehen?

    Meine Pumpe kann zwischen 11000 und 20000 Liter pro Stunde eingestellt werden, vielleicht ein bisschen zu viel, aber ich dachte, der Filter gibt einen Druckabfall
Shoppingwelten: Pool | Sauna | Whirlpool | Poolroboter | Solarien | Waterrower
created by digidesk - media solutions, www.digidesk.de