Neue Wärmepumpe für das Haus als Pool-WP?

  • Hallo zusammen,


    für unser Hausheizung und das Warmwasser planen wir gerade den Umstieg von Öl auf eine ca. 13kW Sole-Wasser oder Luft-Wasser Wärmepumpe.

    Gleichzeitig bauen wir gerade unseren neuen Pool (15m3 Achtform; Stahlwand: nicht eingelassen).

    Nun stellt sich die Frage, ob es Sinn macht die Hausheizung und Poolheizung zu vereinen.


    Meine initiale Idee war einfach einen Wärmetauscher mit eigener Pumpe an den Pufferspeicher zu hängen.
    Aber soweit ich verstanden habe ist dies nicht effizient, da die WP den Pufferspeicher im Sommer nur auf ca. 45°C (WW Temperatur) heizen wird.
    Und der WT damit einen zu geringen Wirkungsgrad hat.
    Also macht es überhaupt Sinn die Haus-WP irgendwie für den Pool zu verwenden?


    Als Unterstützung überlege ich aktuell eine Solarthermie dazu zu packen.

    Vor 2 Jahren (Ohne Pool) haben wir uns bewust gegen Solarthermie entschieden und lieber 14kWp PV aufs Dach gepackt.

    Wenn ich aber nun die Preise für eine 15kw Pool-WP ansehe, und die 45% Förderung beim Wechsel von Öl, überlege ich den Rest des Daches doch mit Solarthermie zu belegen.

    Preislich wäre das wahrscheinlich nicht weit auseinander.


    Was wäre eure Empfehlung?


    Als Randbedingungen:

    - 3 Kinder = Pool soll warm sein

    - Erweiterung der Badesaison soll möglich sein

    - Solarfolie für Pool ist geplant



    Gruß

    Benjamin

  • Effizienz ist Auslegungssache.

    Eine Solarthermie aufm Dach bringt im Sommer nur Stagnation, daher machen die meisten nur das minimale und das bring nix.

    Die Pool Solarthermie liegt ab Herbst nur doof rum.


    Vereinte Anlage größer ausgelegt hilft ab Herbst die Hütte zu heizen und ab dem Ende der Heizsaison wird der Pool warm.


    Die Hydraulik wird allerdings sportlich.

  • Hi Darkwing75 ,
    vielen Dank für deine Antwort.


    Was ist den "größer Ausgelegt"?

    Gibt es da irgendwelche Richtwerte, an die man sich halten kann?

    Beim Haus kann mir eine Heizungsbauer wahrsdcheinlich weiterhelfen, aber beim Pool steigen die meisten aus.


    Und was meinst du mit der Hydraulik?

    Die der Heizungsanlage?

  • Richtwert wären 100% der Pooloberfläche als Absorberoberfläche. Lieber etwas mehr durch die auftretenden Verluste.


    Hydraulik als Einheit Haus/Pool-WT

    Pufferspeicher braucht einen extra Kreis mit dem es dann auf einen extra Pool WT geht. Man KÖNNTE dazu via 3 Wege den Hausheizkreis missbrauchen sofern der WT im Puffer genug Leistung hat.

    Wird er wohl meist nicht.


    Der Pool WT muss extra und ist nicht ganz billig. Rechne mal um die 1500€ Für das Geld gibt es aber auch eine WP.

    Der sollte auch draußen verbaut werden.

    Frostgeschützter Technikraum wäre ideal.

    Dazu braucht es Mauerdurchführungen

    Steht der Pool WT nicht Frostsicher, muss man den Hausheizkreislauf direkt vor den Mauerdurchführungen entleerbar gestalten.

    Das bringt dann jedes Jahr Freude beim Auffüllen. Ist es ein extra Kreislauf braucht es nur Wasser, geht's mit in den HK kann der ständige Sauerstoffeintrag Probleme machen.


    Der HZB des geringsten Misstrauens kann da sicher was Planen. Extra Kreislauf mit ca 15Kw Kapazität bei Niedertemperatur.


    Das wird nicht ganz günstig, aber 15m2 ST heizen auch an Wintertagen wenn Sonne scheint brauchbar mit.

    Machbar wäre es, muss nur groß genug sein.

    Ideal ist es nicht und der Gedanke auch nur wegen der Förderung von ST überhaupt erwähnenswert.


    Ideal wäre WP und den Rest vom Dach mit PV zupflastern. Da liegen aber meist massive Felsbrocken vom Netzbetreiber und Behörden im Weg.

  • Die PV Anlage zu erweitern war auch meine erste Idee.

    Aber das ist ja wirklich nicht einfach, wenn man es legal und richtig machen will.


    Und die Installations-, Wechselrichter- und Modulkosten für die paar zusätzlichen kWp stehen nicht im Verhältnisse.


    Das der WT alleine so teuer ist, hatte ich nicht gedacht.

    Warum sind die so teuer?

  • Warum ist es nicht einfach die PV Anlage zu erweitern?

    Mit freundlichen Grüßen aus Merzen,
    Jens

    Unser Pool
    Beton-Becken mit Innenmaße 7,00m x 4,00m x 1,50m
    Betontreppe mit durchgehender Sitzfläche
    Alkorplan 1,5mm hellblau
    PS Sicherheitsabdeckung / Ganzjährig
    LED-RGB Beleuchtung
    4 ELD / 1 Skimmer / 1 Bodenablauf / Überlaufschutz
    Speck Badu 11m³ Pumpe
    Pentair 625mm Sta-Rite ClearPro Kessel mit 125KG AFM
    PoolLab Photometer 1.0
    Dolphin E20 Poolroboter mit Fein-/Grobfilter
    Technikhütte aus Holz in 2,5m x 1,5m x 2,0
    m.

    im Bau 2021: Pool-Solarheizung

  • Hi Merzener

    Zum einen wäre die Installation des zweiten Wechselrichters und Leitungsverlegung in den Keller nicht einfach bei uns.

    Zum anderen musste dafür ja dann ein eigener Zähler installiert werden, mit eigener Abrechnung...


    Es ist nicht unmöglich, aber auch nicht Plug and play.


    Ich hatte gedacht, dass eine ST Anlage durch den Pool wirtschaftlich doch Sinn ergeben würde.

    Ich ärgere mich, dass die Anlagen nach so vielen Jahren immer noch so teuer sind, dass sie wirtschaftlich nur selten Sinn machen.

    Die Kollektoren sollten heute eigentlich recht einfach und preiswert zu produzieren sein.

    Sollte doch ein Herstellungsprozesssein, den man sehr gut skalieren kann.


    Aber was ich hier so lese, ist die Poolbeheizung über eine Haus ST Anlage wohl nicht der Standard.

  • Warum ist es nicht einfach die PV Anlage zu erweitern?

    Du bekommst für eine Anlage (Module und Wechselrichter) 20 Jahre eine feste Einspeisevergütung. Wenn du dann Module zusätzlich aufs Dach packst hast du eine zweite Anlage. Wieder mit (einer niedrigeren) einspeisevergütung von 20 Jahren. Dafür nochmal extra Zähler und viel Abrechnungs- und Steuer arbeit. An die bestehende Anlage einfach ein paar Module dran hängen wäre Betrug und geht leider nicht...

    Framepool-Set Elite Rattan 7,32 x 3,66 x 1,32 m (04/2021) noch nicht aufgebaut ;)

  • Ich schwanke auch zwischen ST und Wärmepumpe. Wenn ich so aus dem Fenster gucke bringt halt ST gerade recht wenig. Die Preise für die Poolabsorber sind halt auch nicht viel niederiger als die PReise für eine WP und die arbeitet auch ohne Sonne! Wenn du dann noch den Strom für die Pool WP selber machst ist es doch auch recht ökologisch und halbwegs preisgünstig!


    Die Poolheizung würde ich allerdings nie mit dem Haus koppeln. Viel zu aufwendig und damit zu teuer und Störanfällig. Und wenn die Heizungsrohre (auch im Winter!!) das Haus verlassen musst du ja ganz anders isolieren und für einen Frostschutz sorgen -> teuer und kompliziert!

    Und sorry für die Nachfrage... aber welcher Heizungsbauer heizt mit einer Wärmepumpe einen Pufferspeicher auf? Heizung läuft ja direkt über die Wärmepumpe und hoffentlich über eine Fußbodenheiizung mit viel niedrigeren Vorlauftemperaturen (<30Grad). Meinst du Pufferspeicher fürs Warmwasser? Wenn ja, kannst du da doch keinen Wärmetauscher ranhängen... =O

    Framepool-Set Elite Rattan 7,32 x 3,66 x 1,32 m (04/2021) noch nicht aufgebaut ;)

  • Wenn deine PV Anlage so großzügig ausgelegt ist, dass du auch an grauen Tagen noch genug Überschuss für eine Wärmepumpe hast, dann geht die Rechnung auf. Ich vermute aber, bei den meisten Anlagen ist der entsprechende Überschuss nur da, wenn auch wirklich Sonnenschein ist - und dann funktionieren eben auch Solar-Absorber wunderbar.


    10m² Dolphi-Ripp (2x5m) liegen bei ca. 730,- Eur, ein Eigenbau nach Düse kostet etwa die Hälfte davon. Und erzeugt keine laufenden Kosten, seinen Stromüberschuss kann man fein weiter verkaufen...


    Die eigentliche Frage, die ich mir gestellt hab bei der Entscheidung WP vs. Solarabsorber ist ja, ob der Pool tatsächlich bei kälterem Wetter genutzt werden würde. Und für mich war die Antwort einigermaßen klar, dass das eher nicht passieren wird. Das muss aber jeder für sich rausfinden.


    Wobei die Kinder am Samstag bei strömendem Regen und 18° Lufttemperatur drin waren (allerdings nur kurz...), da das Wasser vom Vortag dank Solarabsorber noch 28 Grad hatte.

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