Laufzeit Elektrolyse - zu lang?

  • Hallo!


    Ich habe voriges Jahr erfolgreich die erste Saison mit neuem Betonpool und neuer Technik absolviert und hätte aber noch eine Frage:

    gibt´s eine Faustregel wie lang und in welcher Intensität die Elektrolyse laufen sollte?


    Eckdaten:

    - 40m³ Betonpool, rechteckig

    - aut. ph-Dosierung

    - variable Pumpe (7-13 m³/h im Filterbetrieb)

    - Elektrolyse mit max. 15g/h Chlorproduktion

    - Laufzeit Pumpe: 9m³ im Schnitt 12 Stunden 08:00-20:00 Uhr

    - Laufzeit Elektrolyse: auch die 12 Stunden (läuft mit Pumpe mit)

    - Intensität Elektrolyse: bei Wassertemperatur bis ~ 20° auf 20%, ~ 20-25° auf 60%, über 25° auf 80/100%


    bei angenommenen 5 Monaten Poolbetrieb wären das 1.800 Stunden Elektrolyse-Betriebszeit - schieße ich da über´s Ziel hinaus??



    (Anmerkung: das Wasser war zu jeder Zeit glasklar, also zuwenig war´s mal nicht ... :saint: )

  • 15 g/h Zelle bei 40 m³ - Ich würde sagen, die SEL ist für diesen Pool etwas zu schwach, deshalb läuft die Zelle auch ewig.


    Jetzt war letztes Jahr ja auch noch nicht mal das super Wetter. Lass noch mal 2019 sein, da reicht das nicht mehr.


    Faustformel wäre: 1 g/h pro m³ Wasservolumen, darunter kann gehen (je nach Wetter, Nutzung und wieviel weniger), muss aber nicht.

    Ich bin hier im Forum nicht mehr aktiv. Wer mir eine Mitteilung schreiben möchte, kann mich per Konversation oder per Email erreichen.


    Tasmota Sensor-Module (Open Source):

    - NeoPool-Sensor (ESP8232/32 Anbindung an Sugar Valley Anlagen)

    - Flowrate-Sensor (ESP8232/32 Durchflussmesser)

    Edited once, last by Curzon ().

  • 15 g/h Zelle bei 40 m³ - Ich würde sagen, die SEL ist für diesen Pool etwas zu schwach, deshalb läuft die Zelle auch ewig.


    Jetzt war letztes Jahr ja auch noch nicht mal das super Wetter. Lass noch mal 2019 sein, da reicht das nicht mehr.

    Hier in Österreich war 2021 im Gegensatz zu Deutschland ein extra heißer Sommer - Wasser quasi nie unter 25°, einige male > 30°.

    Und die SEL regle ich selbst - wenn's eine Automatik wäre würd ich ja nicht fragen ;)


    Den Hinweis "SEL zu schwach" hab ich schon x-mal gehört - zumindest 2021 jedoch hats mit extremem Sommer super funktioniert und da hab ich nur an einigen Tagen 100% verwendet.

    Vielleicht hab ich auch mit den 12-14 Stunden Laufzeit die "Schwäche" bisschen kompensiert, keine Ahnung...

  • Ok, mal angenommen meine SEL ist ausreichend (vielleicht in paar Jahren ein Upgrade):

    ist eine Redox-Messung sinnvoll bzw. hilfreich ??


    Ich hab öfters gelesen dass hier relativ oft kontrolliert/kalibriert werden muss ob die Messung auch richtig ist.

    (Wenn dem wirklich so wäre würde ich evtl. eher weiterhin nach eigenem Gutdünken die SEL steuern :/ )

  • Aus meiner Sicht ist eine Redoxregelung für den Betrieb einer SEL absolut Pflicht. Ohne macht es doch überhaupt keinen Sinn. Wie soll denn die SEL wissen, wann genügend Chlor im Wasser ist und wann zu wenig? Dann kann ich auch gleich wieder alles manuell dosieren, denn Werte messen muss ich so eh immer wieder.

    Im Laufe der Saison reicht 2x Kalibrieren aus. Die Sonde sollte auf jeden Fall in einem regelbaren Bypass verbaut sein, damit sie nur langsam vom Wasser umströmt wird. Ansonsten ist es sicherlich kein großer Aufwand, so eine Regelung zu betreiben. Vielmehr unterstützt sie dich deutlich und alles ist viel entspannter.

    Wenn also die Chlordosierung wirklich automatisiert sein soll, kommst du um eine Redoxsteuerung nicht herum ;)

  • Aus meiner Sicht ist eine Redoxregelung für den Betrieb einer SEL absolut Pflicht. Ohne macht es doch überhaupt keinen Sinn. ...

    ...

    Die Sonde sollte auf jeden Fall in einem regelbaren Bypass verbaut sein, damit sie nur langsam vom Wasser umströmt wird. ...


    Ok danke :thumbup:


    ja, wenn man sich zu sehr auf pool-besitzenden (aber eigentlich ahnungslosen) Bauleiter und einen eher wenig engagierten Pooltechniker verlässt kommt das dabei raus ...


    Zumindest hab ich noch rechtzeitig auf eine variable Pumpe gedrängt sonst hätte ich jetzt eine dauernde Durchflussgeschwindigkeit von ~ 70m/h (zu kleiner Kessel, zu starke Pumpe) ...


    Und natürlich liegt meine ph-Sonde im vollen Durchfluss ohne Bypass; lt. meiner Recherche sollten hierfür 120-600 l/h in D50 ideal sein, bei mir sinds halt gleich mal 13.000 (oder gar 18.000 bei Zirkulieren) - sicher nicht förderlich für die Lebensdauer ?(


    Also - sowie mal ein Poolhäuschen-Neubau samt Neuverrohrung ansteht: Redox-Messung mit Bypass integrieren :thumbup:

  • Mess-Sonden benötigen oftmals sogar weniger als 100l/h Anströmung, somit ist ein regelbarer Bypass unumgänglich.

    Wir haben hier im Forum schon gelernt, dass man sich auf sehr viele Poolbauer und vermeintliche Fachleute überhaupt nicht verlassen kann und man sich lieber selbst vorher informiert ;)

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