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Baubericht Aufbau Stahlwandpool vollversenkt 4,5 x 1,35

  • Hallo in die Runde,


    da ich weiß wie herausfordernd der Poolbau sein kann, wenn es absolutes Neuland ist, möchte ich an dieser Stelle sehr gern meine Erfahrungen mit Euch teilen!


    Planungsidee: Aufbau eines Stahlwandpools in der Größe 4,5 x 1,35m vollversenkt in der Erde.


    Erworben habe ich das Poolset mit allem drum und dran bereits zu Weihnachten, weil es da im Angebot war (der Anbieter war xxxxx ) Unbedingt Forenregel


    Planung


    Zu besseren Planung habe ich mal eben die Drohne steigen lassen und mit dem Gardena Gartenplaner einen Poolzeichnung vorgenommen. Vorher noch mit Markierunsspray eingezeichnet wo sich der Rand des Pools und die Aushubgrenze befinden.


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    Erdaushub


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    Ob die Ränder passen habe ich geprüft, in dem ich im Aushub mit Markierungsspray den inneren Pooldurchmesser abgezeichnet habe.


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    Damit das spätere Fundament bereits auf einem ausreichend geraden Boden errichtet werden kann, habe ich mir groben Sand liefern lassen, den wir dann verteilt und mit einem Schieber nivelliert haben.


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    Fundament


    Als nächstes stand auf dem Plan die PE-Folie für den Fundamentaufbau einzulegen, damit es eine Trennschicht zwischen Fundament und Sand gibt. Ich habe mich darüber hinaus dazu entschlossen die Folie ebenfalls am Rand mit anzubringen, damit die Erde beim Einbringen des Betons nicht Nachrutschen kann.


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    Estrichfundament mit Armierungsmatten und zusätzlich Armierungfasern. Ich hab das Ganze über einen Profi mit Estrichpumpe anfertigen lassen und es hat nur 3h gedauert.


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    Aufbau Stahlwand


    Nachdem das Fundament 4 Wochen ausgehärtet war, ging es an die Umsetzung zum Aufbau der Stahlwand.


    Begonnen haben wir damit mit Kreide den zukünftigen Durchmesser abzuzeichnen. Anschließend haben wir die Führungsschienen ausgelegt.


    Größte Herausforderung war die schwere Stahlwand in das Loch zu hieven. Das ging dann aber doch recht flott und wir haben sie direkt auf einem Pappkarton abgestellt, auf dem wir sie dann zum Start der Abwicklung manövriert haben. Das war natürlich an der Stelle, wo später der Skimmer verbleiben soll. Das Abwickeln ging recht flott. Eine Person hat am Start der Stahlwand festgehalten, einer hat die Pappe mit der Stahlwand gezogen und ich habe die Stahlwand in die Schienen gesteckt. Dauerte 15 min in Summe. An mehreren Stellen haben wir provisorisch Handläufe (aus Alu) montiert, damit mehr Stabilität gegeben ist. Das Verbinden der Enden mit dem Stahlverbindungsstück ging recht einfach und auch das zurechtsägen der Schienen war schnell gemacht und passte.


    Voreinbau Skimmer und Einlaufdüse


    Dann ging es an den Voreinbau des Skimmers, heißt einsetzen der Gummilippe und befestigen des Skimmers mit den runden Sicherungsschrauben. Über Zinkspray und Entgraten muss ich an dieser Stelle sicher nicht mehr viel erzählen.

    Verwundert hatte mich noch das kleine Loch an der Stahlwand...da fiel mir dann auch noch auf, dass es sich dabei um einen Anschluß für den Potentielausgleich handelte. Wollte ich erst vernachlässigen, aber die Schraube dort zu befestigen und mit einem Kabel inkl. Potentialausgleich zu montieren, war nun keine große Kunst.


    Einhängen der Folie


    Eine Woche später ging es dann an das Einhängen der Folie. Dafür haben wir uns einem warmen Freitagnachmittag rausgesucht. Erneut waren 3 Männer eingeplant. Einer von denen hatte zum Glück schon Erfahrung mit Poolfolien. Zur Vorbereitung habe ich dann erstmal das Fließ ausgelegt, zurechtgeschnitten und abgesaugt.


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    Anschließend habe ich ca. 1 Stunde bevor die Jungs da waren, die Folie bereits ausgebreitet, damit sie sich schonmal auslegen konnte. Das Einhängen ging dann dank Einhängebiese relativ zügig. Dafür haben wir dann auch wieder in diversen Abständen die Handläufe aufgesetzt, damit die Folie auch besser hält. Die Biese stellte sich dabei als ein riesen Vorteil heraus. Das hat den gesamten Prozess extrem beschleunigt. Die Qualität der Aluhandläufe hat dann ihr weiteres beigetragen, um Stabilität von Anfang an zu gewinnen. PS: Zwischenzeitlich hatte sich auch bereits die konvexe Form der Stahlwandenden bereits verbessert.


    Dann kam der heikle Teil. Das Wässern und begradigen der Falten.


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    Wie überall beschrieben, haben wir erstmal ca 2 cm Wasser eingelassen und dann jede Falte versucht mit den Händen auszumassieren. Das ging ehrlicherweise recht problemlos. Aber es sei auch dazu gesagt, bei aller Sorgfalt und einem Profi der wusste wie man es macht, alle Falten haben wir nicht rausbekommen. Vor allem die Falten die sich aus der Faltung der Folie ergeben haben, sind nur sehr schwer rauszubekommen. Das war aber dann auch weniger dramatisch.


    Nachdem das geschafft war, ging es los mit dem Wassereinlassen. Das hat über den Außenwasserhahn mit 1/2 Zoll und Pausen in den Nächten, von Freitag Nachmittag bis Sonntag Nachmittag gedauert.


    Keiner Tipp, den ich selber nicht beachtet hätte...während des Wassereinlassens bloß nicht die Handläufe schon final anbringen.


    Verrohrung


    Zum schlimmsten Teil des ganzen Poolaufbaus gehörte für mich die Verrohung. Davor hatte ich einen riesen Respekt. Die beigelegten Beschreibungen waren recht gut, aber so richtig Hilfe haben mir dann erst diverse Youtube-Videos gebracht. Meine Befürchtung war, dass ich an irgendeiner Stelle nicht richtig verklebe und dann teilweise ein riesen Problem habe, weil es sich nicht mehr korrigieren läßt. Vor allem an der Stelle, wo ich die Einlaufdüse mit einem Winkel verkleben musste, denn klar war, dass ich die Düse danach nicht mehr abmontiert bekomme. Das ist eine recht merkwürdige Konstruktion. Für den Skimmer mit Gewinde hatte ich mir einen verschraubteren Winkel gekauft. Kann ich auch nur empfehlen, denn hier lassen sich Fehler leichter wieder korrigieren. Bei der Düse war nur Verkleben möglich.


    Die Verrohung zwischen Pumpe und Sandfilteranlage war recht schnell umgesetzt.


    Samstag morgens um 6 habe ich dann aufgrund zu großer Aufgeregtheit mit der Verrohung begonnen. Vom Pool zur Pumpe, die ein wenig höher steht als der Pool (Rücklaufventil nicht vergessen), habe ich dann ein stabiles KG Rohr mit Gefälle verlegt. Und dann halt peu a peu überlegt, wie sich die Rohe am besten hin zur Pumpe und wieder zurück vom Filter verlegen lassen sollten und wie dabei die Winkel und sonstigen Teile am besten zum Einsatz kommen. Das Ganze ist höchst individuell und die mitgelieferte Beschreibung war dafür nur partiell geeignet. Irgendwann habe ich vor dem Ganzen auch den Respekt verloren und dann ging das Verkleben und zurechtschneiden auch ganz gut von der Hand. Im Gegensatz zum Verkleben mit der Düse war auch stets die Möglichkeit gegeben einen Fehler doch nochmal im Zweifel zu korrigieren.


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    Meine ganz klare Empfehlung ist aber, wer sich damit nicht auskennt, schaut euch die YouTube-Videos an, die man so findet! Die helfen enorm.


    Finaler Einbau Skimmer und Einlaufdüse


    Nachdem am Sonntag nun das Wasser fast die Höhe von Skimmer und Einlaufdüse erreicht hatte, habe ich mich daran gemacht die Düse und die Skimmer final anzubauen. Mir war gar nicht bewußt, dass das Wasser dafür fast bis ranreichen musste, aber war auch nochmal ein separater Tipp und eigentlich auch klar, da die Folie sich beim Einlaufen nochmal verschieben kann. Um die Löcher die ich später durchstechen musste ausfindig zu machen, habe ich erstmal einen Bleistift benutzt. War mir zu heikel direkt mit einem Schraubenzieher ranzugehen. Für das Ganze habe ich mir auch extrem viel Zeit gelassen, um bloß nicht an der falschen Stelle die Folie zu durchstechen. Aber auch das hat am Ende super geklappt.


    Start Pumpe


    Tja und dann kam es zum Showdown...Start der Pumpe. Der erste Versuch stimmte mich unglücklich, da die Pumpe röhrte wie ein alter Trabi, aber das stelle sich als eine Momentaufnahme heraus, da erstmal genug Wasser angezogen werden musste und dann lief sie auch ganz ruhig. Also doch kein Ärger mit den Nachbarn. Und was soll sich sagen...alle Stellen waren dicht verklebt. Ich musste nirgendwo nachbessern. Der gesamte Wasserkreislauf funktionierte. Da war ich schon ein wenig Stolz auf mich. :D


    Hinterfüllen und Treppe anbauen


    Styrodurplatten, 2cm Stärke. Magerbetonmischung 1:8 (Zement - Sand)


    So, das wars erstmal mit meinem Bericht. Ich hoffe er hilft einigen weiter. Wenn Fragen sind oder gar Vorschläge wie man an der einen oder anderen Stelle das Ganze hätte besser machen können, nur her damit. Ich hätte auch gern noch Links zu den erworbenen Produkten hier mit eingestellt, aber da bin ich unsicher, ob das nicht unerlaubte Werbung ist.


    Cheerio.

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