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Optimale (Filter)-Durchflussmenge

  • Hallo in die Runde,


    in den YT Videos wird immer wieder eine optimale (Filter)-Fließgeschwindigkeit von ca. max. 30 m/h angegeben.

    Ich habe mir einen 400mm Filter mit Pumpe, zusätzlich einen Frequenzumrichter gekauft und wollte die Anlage nächstes Frühjahr in Betrieb nehmen.
    Leider kann ich am Durchflussmesser nur die m³/h einstellen, da es ja verschiedene Verrohrungen (Durchmesser) gibt und somit sich die Geschwindigkeit bei gleicher Menge ändert!?
    Ich habe eine 50er Verrohrung und somit einen Durchmesser von ca. 44 mm oder einen Radius von 2,2 cm.
    Vielleicht kann mir ja hier jemand helfen. MfG Mike

  • Super Manne,


    vielen lieben Dank.


    In der Masse der Kommentare / Posts ist es auch schwer das passende zu finden ;)


    LG Mike

  • Durchflussmenge / Fördermenge ist im Pumpenkreislauf gleichbleibend. Verschiedene Leitungsdurchmesser ändern aber die Fließgeschwindigkeit. Kleinerer Leitungsdurchmesser erhöht die Durchflussgeschwindigkeit (bei gleicher Fördermenge), ein größerer Durchmesser verringert die Geschwindigkeit.

  • Um die Geschwindigkeit auszurechnen, braucht man die Filterfläche und die Fördermenge

  • Also nur nochmal: Die 30 m/h beziehen sich auf Durchflussgeschwindigkeit im Filter! In den Rohren ist an dieser Stelle ehr egal. Die sollten halt nicht zu dünn sein, wegen Gegendruck.

    Gruß,

    Jan


    Intex Aufstell Pool 610 x 305 x 122 cm

    Azouro 14KW WP

    50cm SF mit Glas

    SEL EC3000 Crystal Clear 30amp - Eigenansteuerung

  • Durchflussmenge / Fördermenge ist im Pumpenkreislauf gleichbleibend

    ich meinte eigentlich gleichmäßig. Also überall im Kreislauf ist die Fördermenge gleich... Natürlich sinkt die Fördermenge durch höhenunterschiede zur Wasseroberfläche, die Leitungslänge und den Leitungsdurchmesser. Und der Druck steigt.


    Du musst also erstmal die Fördermenge ermitteln, auslitern oder mit einem Durchflussmesser .

    Edited once, last by echtnett ().

  • wird immer wieder eine optimale (Filter)-Fließgeschwindigkeit von ca. max. 30 m/h angegeben.

    Zu langsam gibt es eigentlich erstmal nicht. Man wird aber irgendwann Probleme mit der Strömung bekommen.

    Manche Hersteller von Filtermaterial geben eine optimale Filtergeschwindigkeit an.

    Die Empfehlung 2 bis 3 x umwälzen in 8 bis 12 Stunden halte ich für einen guten Basiswert. Das wäre also 1x umwälzen in ca. 3 bis 6 Stunden.

  • Hallo,

    die Filtergeschwindigkeit taugt erst mal gar nichts, wenn dein Filter bzw. deine Pumpe grundsätzlich optimal oder gerade so ausreichend für dein Beckenvolumen ausgelegt ist. Die dann noch herunterzuwürgen ist absolut schädlich für dein Wasser. Ein Beispiel:

    Pool Intex 5.49x2.74x1.32 19800L. Da haben die Meisten eine 6m3 Pumpe mit dem 400Kessel. Ströhmungsgeschwindigkeit bei optimaler Verrohrung und Weg ist 47.7m/h. Da muss schon die Pumpe bei wenig Badebetrieb und kaltes Wasser 10 Stunden wälzen. Bei ausgiebigem Baden und warmen Wasser schon gut 13 Stunden und mehr. Bei einem Rechteckbecken, entsteht da gar nicht so viel Strömung sprich Hydraulik.

    Nun kaufst ein Fu. für einiges an Geld und willst mit 30m/h oder weniger Filtern weil das besser ist. Nun kannst rechnen. 30m/h × 0.12564= 3769.2m3 Pumpenvolumen. Um mit dieser Pumpenleistung dein Wasser genau so zu Wälzen muss beim kaltem Wasser und wenig Badende, deine Pumpe schon 15.75 Stunden Täglich filtern. Bei viel Badebetrieb und warmen Wasser, kannst die Pumpe drchlaufen lassen. Das ist erstmal nicht so wild weil du ja durch den Fu. Strom spahrst. Jedoch, bilden sich mit sicherheit Algen in mindestens 3 Ecken am Poolboden.

    IMG_20221021_011541.jpg


    Es ist einfach nicht mehr genug bewegung im Wasser. Es wird besser gefiltert (fürs Auge kaum erkennbar) aber man erreicht einfach nicht mehr das ganze Wasser. Das ganze Systhem würde im oberen Beispiel bei dem Becken nur funktionieren wenn eine 8m3 Pumpe 500Kessel bei 6m3 oder wenn eine 11m3 Pumpe beim 600Kessel laufen würde usw. Wenn der Poolbesitzer oben im Beispiel einen Robby mit Feinfilter hat, und dieser 1x die Woche rennt, sieht man die Algen auch nicht aber ob das so hygienisch einwandfrei ist, mag ich zu bezweifeln.

    Ich bin nicht gegen 30m/h Filtern oder Fu. wenn korrekt fachmännisch angeschlossen. Ich möchte aus meiner Sicht und von meinen Tests nur klarstellen, das die niedrigere Fltergeschwindigkeit nur bei gleichem Fördervolumen, sprich größere Pumpe/Kesselkombi sauber funktioniert. Die auf das Beckenvolumen ausgelegte Filteranlage zu drosseln macht kurz oder langfristig sicherlich Probleme.

    Gruß Karli

  • Hi Jan


    wie im Link von Manne habe ich festgestellt, dass ich einen Denkfehler hatte. (Danke nochmal, hatte mir sofort geholfen)

    Du hast natürlich recht, dass dies im Bezug zum Filter und somit nicht zu den Rohrleitungen steht.

    Und ja "echtnett", die Fördermenge ändert sich mit dem Durchmesser bei gleichbleibender Menge und Zeit (hatte ich ja schon geschrieben).

    Ich habe mich selbstverständlich ausreichend im Vorfeld informiert und dementsprechend mir die Komponenten zusammengestellt.

    Somit kann ich die Drehzahl herunterdrehen und am Durchflussmesser die gewünschten m³ optimal einstellen.


    Und zu dir Karli, ich bin ein wenig verwundert, denn dein Rechenbeispiel mit der Geschwindigkeit von "optimal" 47, also ca. 50 m/h bezieht sich doch auf die Rückspülgeschwindigkeit oder nicht?

    In diesem Falle brauche ich die Kraft für die Säuberung des Filtermaterials.

    Bei der Säuberung des Wassers also der Filterung des Beckens ist es um einiges niedriger, aber immer noch im Verhältnis zur Größe des Beckens und zur Pumpe, bzw. der Umwälzmenge. Somit ergibt sich für mich, dass ich die Pumpe nicht so lange laufen lassen muss wie du errechnet hast.


    Fazit: Da sich die Geschwindigkeit auf den Durchmesser des Filters bezieht und nicht auf die Rohleitungen, ist das Ergebnis auch nicht so variabel wie ich Anfangs gedacht habe, da die Oberfläche für die Berechnung ja somit gleich bleibt, auch wenn ich den Durchmesser der Rohleitungen ändern würde.

    Es sei denn ich würde die Größe des Filters ädern.


    Also, alles gut...ich bin mal wieder ein bisschen schlauer.

    Danke für alle Kommentare.

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  • Mit einer Filtergeschwindigkeit von 47 m/h machst du nix verkehrt ... dieser Wert ist ein Kompromiss der über Jahrzehnte funktioniert hat und immer noch funktioniert. Deswegen werden die Filter / Pumpen Kombinationen auch entsprechend verkauft z. B. 400 mm mit Pumpe 6 m³/h bzw. 500 mm mit Pumpe 8m³/h. In den Zeiten als es noch keine regelbaren Pumpen gab war dies auch überhaupt nicht anders machbar um auf eine ausreichende Rückspülgeschwindigkeit zu kommen.

    Natürlich filtert eine Anlage mit einer niedrigeren Filtergeschwindigkeit feinste Partikel besser aus. Es ist aber kein Muss ... In einigen sozialen Netzwerken ist das allerdings anders zu lesen und alles über 30 m/h wird als Ursache für grünes Wasser etc. herangezogen. Mit Unrecht ....

    Leider springen viele auf diese Behauptung auf ..... nachplabbern ist ja toll.


    lächeln lächeln lächeln

    Liebe Grüße und viel Erfolg Andy

    FORENLEITUNG POOLPOWERSHOP FORUM









  • Die Förderleistung (Volumenstrom) der Filteranlage sollte immer auch zum Poolvolumen passen. Einen, auch in meinen Augen, guten Mindestwert bietet hier die Formel:


    Q = v / 4 h


    Wobei Q dem Nennvolumenstrom der Filteranlage entspricht und v dem Beckenvolumen.

    Die Formel stammt nicht von mir, sie wird so vom BSW für privat genutzte Außenpools empfohlen.


    Für einen Pool mit 20 m^3 Wasser ergibt sich also ein Volumenstrom von mindestens 5 m^3/h. In Kombination mit einem 400 mm Filterkessel resultiert dies in einer Filtergeschwindigkeit von 40 m/h. Will man eine geringere Filtergeschwindigkeit erreichen, sollte also ein größerer Kessel zum Einsatz gebracht werden.


    Ich habe an meinen 20 m^3 Pool lange eine AquaPlus 6 Pumpe mit 400 mm Filterkessel genutzt. Erreicht habe ich mit dieser Konstellation eine Durchschnittliche Filtergeschwindigkeit von 46 m/h (Q = 5,8 m^3/h). Dies hat am Rundpool, mit einer ELD, auch zu einer guten Beckendurchströmung geführt.


    Report_AquaPlus_6_at_8_07mWS.png



    Nicht nur um die Filtergeschwindigkeit zu "optimieren" sondern auch die Energiekosten und die Lautstärke, habe ich dann auf eine Aqua Vario Plus mit 500 mm Filterkessel umgestellt. Die Pumpendrehzahl konnte auf 1450 min^-1 gesenkt werden, woraus bei meiner Anlage ein Volumenstrom von ebenfalls 5,8 m^3/h resultiert. Die Filtergeschwindigkeit liegt nun allerdings bei 30 m/h.

    Report_Aqua_Vario_Plus_at_2_47mWS.png


    Unterm Strich habe ich also eine geringere Filtergeschwindigkeit und damit (zumindest theoretisch) eine bessere Filtration, bei gleichbleibender Beckendurchströmung. In der Praxis konnte ich allerdings nicht feststellen, dass das Wasser irgendwie klarer oder "besser" war. Es war mit der alten Anlage super und mit der neuen genau so. Entscheidender ist für mich hier die Energieersparnis von knapp 4 kWh/d.

    Beste Grüße Elias

    Pool 22/23 in progress...
    4 x 8 x 1,5 m Betonschalsteine • Silkaplan WP3150 Liner • 2x BWT High-Level-Skimmer • BWT BA • 6x Astral Multiflow ELD • 2x Duratech AdagioPro


    Projects: FlowCalcTemp2IoT

  • Du hast da jetzt aber einen berechneten und keinen gemessenen Volumenstrom, oder?

    Intex 549 x 274 x 135

    Ocean PT Delux Skimmer

    Aquaplus 11 mit AquaForte Vario+ @1500 UPM bei 88 Watt

    OKU 400mm Kessel mit SAND

    Astral Mulftiflow ELD mit Muschel

    Intex Chlorinator

    alles auf 50 mm Flexverrohrung


    Apera Instruments ph20 tragbares elektronisches pH-Meter

  • Berechneter und gemessener Volumenstrom ist hier nahezu identisch.

    Zur Volumenstrommessung nutze ich einen SM9000 (zuletzt Anfang 2022 kalibriert).

    Pool 22/23 in progress...
    4 x 8 x 1,5 m Betonschalsteine • Silkaplan WP3150 Liner • 2x BWT High-Level-Skimmer • BWT BA • 6x Astral Multiflow ELD • 2x Duratech AdagioPro


    Projects: FlowCalcTemp2IoT

  • 47, also ca. 50 m/h bezieht sich doch auf die Rückspülgeschwindigkeit oder nicht?

    In diesem Falle brauche ich die Kraft für die Säuberung des Filtermaterials.

    Hi,

    nein. Wenn du mit 30 m/h Filterst dann reicht es in der Praxis , bei vernünftiger Verrohrung , auch mit 30m/h rückzuspühlen. Dein aufgefangener Schmutz ist nicht so tief in dein Filtermedium eingesunken und zu 99% hast du beim Rückspühlen weniger Druck im Kessel also mehr Durchfluss. Somit wird dein Filtermedium sauber. Du brauchst also nicht zwingend die 50m/h. Das ist von mir das 4 Jahr nun bei 3 verschiedene Pumpenkombis durch öffnen des Filters und entfernen des Filtemediums (3x Glas 1x Sand getestet). Mein Beispiel, bezog sich auch genau auf diese Pools. Natührlich hast du bei Rund oder Ovalpools ganz andere Strömungsverhältnisse und einiges kann funktionieren. Ob ich nun den Aufwand mit einem nicht ganz unumstrittenen Fu. wegen 15m/h Filterdifferenz angehen würde ?(";"). Aus stromspargründen bei sicherem Einbau und Betrieb , definitiv. Ich z.b habe bei meiner Filterkombi bauartbedingt, 11m3 Pumpe und 600Kessel, 35m/h Filtern und 36m/h Rückpühlen. Durch Anorganische Chlorierung und Skimmersocken, habe ich dieses Jahr nur 3 mal 1000L rückgespühlt von April bis Oktober. Und 1 x 500l nach Regen. Mein Glas ist sauber wie am ersten Tag.

    Es ist absolut sinnvoll, eine größere Pumpe zu kaufen und diese dann langsam laufen zu lassen. Wenn man im EK. die günstig bekommt, ist sehr viel Stromsparpotential da.

    Gruß Karli

  • Wenn du mit 30 m/h Filterst dann reicht es in der Praxis , bei vernünftiger Verrohrung , auch mit 30m/h rückzuspühlen.

    Das ist nicht ganz richtig…….

    Das Filterbett muss man um es vernünftig zu reinigen ordentlich anheben und lockern damit der Unrat auch wirklich ausgespült wird.

    Mit um die 50m/h erreicht man erst eine ausreichende Ausdehnung vom Filterbett….im Regelfall.


    Im öffentlichen Bereich wird mit 10-15 m/h gefiltert …..30m/h ist die maximale zulässige Geschwindigkeit.

    Beim Rückspülen muss dort eine Filterbett Ausdehnung von mindestens 10-15% erreicht werden.


    Weder im Öffentlichen noch im Privaten Bereich würde man eine ordentliche Ausdehnung/Lockerung des Filtermediums mit 15-30 m/h erreichen.


    GrüßeSascha

    Betonpool 6x3,2x1,5m mit Treppe und Sitzecke

    Pentair Ultra Flow Plus 14m3 mit Vario + Frequenzregler

    Pentair Posi Clear RP 200 Kartuschenfilter 18,6 m2

    Hydro Pro Wärmepumpe P23T/32

    Aqua Medic Redox und PH Computer mit regelbaren Dosierpumpen

    Bieri Stangenabdeckung

    2 Breitmaulskimmer , 6 Einlaufdüsen , Kombiwalze

    Komplette Verrohrung in DN 63

  • Rubber Duck,

    Hallo Sascha,

    ja, du hast theoretisch Recht mit deinen Angaben. Ich könnte nun aus vielen Bereichen, Regelwerke, Empfehlungen und Vorgaben zitieren, die so sinnvoll wie eine Sonnencreme bei Vollmond sind. Ich habe das nunmal aber anders ausgiebig getestet bei den oben genannten Pools und unter unterschiedlichen Geschwindigkeiten ausgelitert als Nachweis. Alle sind absolut nach 3-5 Jahren Top sauber vom Filtermedium und nur einer filtert mit 47m/h und spühlt mit 48m/h zurück. Der Behälter wird bis zum Stern bzw. bis zum Boden entleert und dasselbe Filtermedium im Frühling wieder eingefüllt. Wenn es die möglichkeit gibt, sollte mann schon die 50 beim Rückspühlen einhalten. Wenn nicht , wie zum Bsp. Bei der Magic 11 mit dem 600 Kessel, würde ich beraten, keine teure Wissenschaft daraus zu machen denn es geht auch so.

    Ich finde das auch immer furchtbar, wenn User hier schreiben " Öffentliche Bäder müssen 30 m/h maximal " usw. Was bringen mir persöhnlich die bis zu 30m/h, glasklares Wasser kurz nach der ELD, wenn während ich 30 min. mitten im Wasser bin , 30 hart arbeitende Menschen, direkt nach Feierabend, ungeduscht ins Wasser springen? Am Kopf kratzen

    Gar nichts.

    Gruß Karli

  • Das allerbeste ist aber: man kann alles ganz entspannt testen, auch wenn es mal nicht funktioniert. Zu langsam, zu schnell, egal. Wenn es Probleme gibt, dann muss man etwas ändern... Und in solchen fällen müsste man einfach nur mal am Fu die Drehzahl ändern und vielleicht ein noch die ELD verstellen. Nicht umsonst ist probieren besser als studieren😁 vor allem wenn man den Aufwand vergleicht (studieren dauert Jahre und ist nicht ao leicht)😁

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